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Alles ausprobiert, kein Gramm weniger? Oft liegt's nicht an heimlichen Rückfällen, sondern Ihr Körper funkt dazwischen.
1. Geschlecht & Alter
Frauen nehmen langsamer ab als Männer. Schuld daran haben die Gene: Für Frauen ist ein dickeres Unterhautfettgewebe einprogrammiert. Männer haben sie von Natur aus mehr Muskeln, die auch im Ruhezustand Energie verbrauchen.
Und vergessen Sie, dass mit 20 die Blitz-Diät funktioniert hat. Ab 30 verringert sich der Energiebedarf pro Lebensjahrzehnt um fünf bis zehn Prozent.
2. Energiebilanz
Damit Sie tatsächlich Gewicht verlieren, muss Ihr Energieverbrauch um mindestens 500 Kalorien pro Tag höher liegen als die Energiezufuhr. Der Energieverbrauch ist individuell verschieden und hängt vor allem davon ab, wie aktiv Sie sind.
Um abzunehmen müsste sie die Kalorienzufuhr entsprechend verringern oder den Energieverbrauch durch mehr Bewegung steigern.
Falls Sie trotzdem nicht abnehmen, kann es an einem reduzierten Grundumsatz liegen. Der Begriff bezeichnet die Energiemenge, die jeder für die Erhaltung der wesentlichen Körperfunktionen braucht (Herz-, Nieren- und Hirntätigkeit,
Atmung). Nach der Faustregel "Körpergewicht x 24" verbraucht eine 70 Kilo schwere Frau im Ruhezustand 1680 Kalorien pro Tag. Störungen treten zum Beispiel durch häufige Diäten auf (Jojo-Effekt).
3. Sport
Der Erfolg hängt davon ab, welchen Sport Sie wie häufig und wie ausdauernd machen. Bodybuilding etwa baut vor allem Muskeln auf, und die wiegen mehr als Fett. Ihr Körper wird zwar straffer, aber nicht leichter. Ähnlich ist's beim Schwimmen: Die Anstrengung im kalten Wasser löst eine Hungerattacke aus, man isst mehr, als man verbraucht hat.
Die effektivsten Fettburner sind Ausdauersportarten wie Jogging, Walking, Radfahren oder Ski-Langlauf. Halten Sie mindestens 20 Minuten durch.
4. Stoffwechsel
Manchmal führt ein erhöhter Kortisolspiegel (beim Arzt checken lassen) zu einer Gewichtszunahme. Häufiger liegt's an der Schilddrüse. Eine Unterfunktion bremst den Stoffwechsel, die Betroffenen fühlen sich schlapp und fröstelig und nehmen zu.
5. Medikamente
Auch Medikamente und Hormonpräparate können eine Gewichtszunahme auslösen. Psychopharmaka etwa regen den Appetit an, auch viele Hormonpräparate zur Verhütung (Pille) oder gegen Wechseljahrsbeschwerden fördern das Hungergefühl. Zudem bewirken sie, dass verstärkt Wasser eingelagert wird.
Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung
Um eine dauerhafte Gewichtsreduktion zu erreichen, gibt es keine Wundermittel sondern nur einige wenige Regeln, die nicht nur während der Zeit des Abnehmens sondern für immer beachtet werden sollten. Während der Diät sollte die Kalorienzufuhr etwas 1000 bis 1500 Kilokalorien betragen.
Ist das gewünschte Gewicht erreicht, können Sie die Zufuhr langsam wieder steigen. Doch auch dann sollte die Nahrung auf folgenden Grundsätzen basieren:
- Essen Sie mehr Kohlenhydrate
- Essen Sie reichlich Ballaststoffe
- Essen Sie viel Obst und Gemüse
- Essen Sie weniger Fett
- Genießen Sie das Essen
- Bewegung Sie sich regelmäßig
Was können Wunderdiäten wirklich?
Generell nehmen die Österreicher fast 10 % mehr Fett zu sich "als wünschenswert“, sagt Ibrahim Elmadfa vom Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Wien. Fisch ist nur in geringen Mengen am Speiseplan.
Stark rückläufig ist der Verbrauch von Hülsenfrüchten und auch Vollkorngebäck werde nach wie vor viel zu selten konsumiert. In der weltweiten Rangliste der Fettleibigkeit belegt Österreich Platz sechs.
Weltweit nehmen die Gewichtsprobleme enorm zu und damit auch eine ganze Fülle von Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck. Aber auch der Markt oder das Geschäft mit Super-Diäten, Wunderpillen und „Safterln“ aller Art findet immer mehr Abnehmer/Innen.
Übergewicht gilt nach wie vor eher als Schönheitsmanko: Das Gesundheitsbewusstsein scheint weiterhin gering ausgeprägt zu sein, denn für einen Großteil der Fettleibigen ist ihr Gewicht eher ein ästhetisches denn ein Gesundheitsproblem.
Folgerichtig haben vor allem jene Maßnahmen Hochkonjunktur, die in möglichst kurzer Zeit eine möglichst große Reduktion an Gewicht versprechen.
Es gibt drei verschiedene Medikament-Typen, die beim Abnehmen helfen:
- Appetitzügler: sie unterdrücken das Gefühl „Hunger“ im Gehirn.
- Fettblocker: sie verhindern die Aufnahme von Fett.
- Quellstoffe: sie fördern das Sättigungsgefühl im Magen.
Appetitzügler sind verschreibungspflichtig und dürfen in Absprache mit einem Arzt nur für einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Sie verursachen häufig Nebenwirkungen wie Puls- oder Blutdruckerhöhung, Nervosität, Schlafstörungen und können abhängig machen.
Bei Fettblockern wird ein Teil (knapp ein Drittel) der Fette ausgeschieden. Wer zuviel Fett zu sich nimmt, muss mit Blähungen und Durchfällen rechnen.
Quellstoffe verursachen an und für sich keine Nebenwirkungen, müssen aber immer in Kombination mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr gehandhabt werden.
Völlig nutzlos sind so genannte Wundermittel, die mit reißerischen Sprüchen werben und Superabnahmen innerhalb kürzester Zeit versprechen. Vor allem Entwässerungs- oder Abführmittel können für ältere Menschen und Kranke sogar als gesundheitsgefährdend eingestuft werden.
Oft enthalten diese Kapseln auch nur "Ballaststoffe“ diese sind allerdings in einem ausgewogenen und gesunden Speiseplan ganz einfach einzubauen. Meiden Sie vor allem einseitige Diäten.
Wer sein Gewicht langfristig erfolgreich reduzieren möchte, kann dies nur durch Veränderung seines Ernährungsverhaltens erreichen. Eine fett- und energiereduzierte Mischkost ist die wirksamste und schonendste Methode. Regelmäßige körperliche Bewegung fördert eine langfristige Gewichtsabnahme.
Gänzlich überflüssig ist die Nahrungsergänzung mit speziellen Präparaten, denn eine ausgewogene Kost enthält normalerweise alle Inhaltsstoffe, die der Körper benötigt. Strenge Diäten müssen scheitern, da es kein Körper durchhält lange Hungerperioden durchzustehen langfristig bewirkt man durch die Senkung des Grundumsatzes das Gegenteil.
Weight Watchers® zum Beispiel bietet die drei SäulenErnährung, Verhalten und ein aktiver Lebensstil. Durch die Unterstützung der Gruppe erfährt der Abnahmewillige eine weitere wichtige psychologische Komponente.
Auch können alle Interessierten sicher gehen, dass der Körper während der Abnahme optimal versorgt wird, da eine vom Körpergewicht abhängige Tagesenergiezufuhr gewährleistet ist.
Weiters sind alle Punkte einer ausgewogenen und gesunden Ernährung abgedeckt: ausreichend Obst und Gemüse (Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe), Vollkornprodukte, Eiweiß, abwechlungsreich und langfristig erfolgreich.
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