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Synergien zwischen Kneipp, Ayurveda und TCM
Dr. Ashish Bhalla, Kurarzt im Kneipp-Gesundheitszentrum Schärding
Wieso bieten wir, die Barmherzigen Brüder, als renommierte Kneippanstalt diese Therapien neben dem altbewährten Kneippen an?
Nun es ist ganz einfach, und zur Erklärung werde ich mich ein wenig der Geschichte von Johannes von Gott, dem Ordensgründer der Barmherzigen Brüder, zuwenden. Wieso wurde er von einem einfachen Menschen zu einem selbstlosen, Menschen liebenden Bruder und gründete dann sogar seinen eigenen Orden. Weil er den Menschen im Allgemeinen, egal welcher Konfession, helfen wollte. Hat er dabei irgendwelchen Leuten, die vielleicht anders aussahen oder anders lebten, nicht geholfen') Nein, im Gegenteil, er versuchte sogar ihre Lebensweise zu verstehen, um dann diesen Hilfsbedürftigen besser helfen zu können.

Genau dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden weltweit durch alle Spitäler und Gesundheitszentren der Barmherzigen Brüder. Unser Gesundheitszentrum in Schärding will den Menschen helfen und bedient sich dabei eben aller drei gerade erwähnter Methoden, die bei bestimmten Krankheitsbildern zusammen noch besser wirken als jede einzelne davon. Dabei werden die von Johannes von Gott genannten Werte, nämlich Toleranz, Nächstenliebe und offene Hospitalität nicht nur verkündet, sondern gelebt.
Sie werden also verstehen, dass wir diese Werte auch damit umsetzen, um das Beste für unsere Kurgäste anbieten zu können. Daher haben wir Kurärzte, die sowohl in der Kneipptherapie als auch in der Ayurveda Medizin und in der Traditionell Chinesischen Medizin ausgebildet sind.

Ich selbst habe neben meinem Studium der Allgemeinmedizin in Wien eine dreijährige Ausbildung als Arzt für Ayurvedamedizin in Deutschland und Indien absolviert. Zudem bin ich Kurarzt und bilde somit schon eine Synergie von 2 der drei Methoden.
Wie kann man aber nun Ayurveda, welches ja aus Indien stammt, die Traditionell Chinesische Medizin und das Kneippen unter einen Hut bringen? Sind das nicht drei total entgegengesetzte Therapiemethoden?
Nein im Gegenteil, sie haben sogar große Ähnlichkeiten. Alle drei Medizinformen haben fünf Säulen, auf denen sie fußen. Nämlich erstens die ORDNUNGSTHERAPIE, zweitens die ERNÄHRUNGSTHERAPIE, drittens die BEWEGUNGSTHERAPIE, viertens die PHYTOTHERAPIE und fünftens die MANUELLE THERAPIE.

  • In der Ordnungstherapie werden dem Menschen ethische und moralische Aspekte, aber auch tägliche Routinen vermittelt.
  • Die Ernährungstherapie basiert auf einer ausgewogenen Ernährung, die vor allem biologisch, frisch und aus der näheren Umgebung sein sollte.
  • Die Bewegungstherapie stellt die Bewegung, die ja in unserem alltäglichen Leben ein wenig verloren gegangen ist, wieder in den Mittelpunkt und gibt Beispiele, die von jedem Mann und jeder Frau durchfuhrbar sind.
  • Die Phytotherapie, also die Pflanzenheilkunde, nutzt die Fähigkeit aus, dass bestimmte Pflanzen als Medikamente eingesetzt werden können und so sogar teilweise kombiniert mit den anderen Säulen besser wirken als so manche schulmedizinischen Medikamente.
  • Und zuletzt die Manualtherapie, die sich mit den Güssen der Kneippschen Medizin, den Massagen aller drei Medizinarten und der Akupunktur verwirklichen lässt. Sie sehen, obwohl die Methoden aus ganz unterschiedlichen Regionen der Welt stammen, haben sie sehr viele Ähnlichkeiten.

Nicht nebeneinander, sondern miteinander In Österreich und vielleicht sogar in der ganzen Welt ist unser Gesundheitszentrum das EINZIGE, das alle drei Methoden nicht nur nebeneinander, sondern miteinander anbietet. Sicher, Sie können sich schon vorstellen, dass dies nicht sehr einfach ist, aber stellte sich nicht schon Johannes von Gott jeder Herausforderung und wuchs nach Bewältigung jeder einzelnen? Auch wir können Ihnen berichten, dass eben diese Mischung, die wir seit einigen Jahren anbieten, den Menschen hilft und sie ermutigt zu uns zu kommen, was sich auch in der steigenden Auslastung widerspiegelt.

Es ist uns ein großes Anliegen allen Menschen in ihrer Gesundheit zu unterstützen und zu helfen, ohne dabei auf die Konfessionalität, Hautfarbe, Geisteshaltung und Abstammung zu achten. Nehmen Sie mich als Beispiel, wie sie ja meiner Hautfarbe entnehmen können, stamme ich auch nicht ursprünglich aus Österreich, sondern aus Indien, und trotzdem oder gar deswegen arbeite ich hier in der Kuranstalt als Kurarzt und Ayurvedaarzt und verkörpere also die Toleranz des Ordens in Person.

Auch wurden alle drei Medizinarten geschaffen, um den Menschen durch Ihre fünf Säulen ganzheitlich zu helfen. Diese Ganzheitlichkeit trennt weder Körper, Geist und Seele, sondern nutzt diese Dreifaltigkeit aus um den Menschen zu behandeln. Pfarrer Kneipp schuf eine Methode, die nicht nur kranke Menschen heilen sollte, sondern eben auch Gesunden als präventive Methode behilflich sein konnte.
Genauso sahen es die alten Chinesen und Inder, sie wollten nicht nur kranken Menschen helfen, sondern schufen ein System zur Gesunderhaltung eines jeden einzelnen. Natürlich ist es uns bewusst, dass man die Schulmedizin nicht unterbewerten sollte, aber für die Gesunderhaltung von KÖRPER, GEIST und SEELE, ist sie alleine meist ein bisschen zu wenig, vor allem aber auch deswegen, weil den Schulmedizinern in den Spitälern und Praxen oft zu wenig Zeit für Erklärungen bleibt.

Genau diese Zeit haben wir in unserem Zentrum, wenn die Menschen eine Kur bei uns machen, die ja mindestens eine Woche, aber bis zu drei Wochen dauern kann und soll. Wussten Sie zum Beispiel, dass im alten China die Ärzte vom Kaiser danach bezahlt wurden, wie viele Menschen in ihrer Provinz gesund waren, und nicht, wie viele krank waren. Genau dies wollen wir auch unseren Patienten mitgeben, ein wenig auch NACH der KUR auf sich zu schauen und auf die Ernährung, Bewegung und die manuelle Therapie Rücksicht zu nehmen. Damit der Kurerfolg auch nachhaltig über längere Zeit spürbar bleibt und es zu keiner schwerwiegenden Krankheit kommt.
Zum Beispiel können die Gäste zu Hause einige der Kneipp-Methoden weiter durchführen, das machen auch sehr viele unserer Stammgäste. Zusätzlich verschreiben wir bei Bedarf auch pflanzliche Medikamente, die nicht nur während der Kur, sondern vor allem nach der Kur zum Wohlbefinden unserer Gäste beitragen.

Ich möchte Ihnen anhand von einigen wenigen Beispielen näher bringen, wann welche Methode gut ist, und wann man alle drei vereinen kann.
Nehmen wir zum Beispiel an, es kommt ein älterer Mensch zu uns ins Kurhaus und klagt über Nervosität, Schlafstörungen und leichte Herzprobleme. Bei diesem Menschen würden wir neben Kneippschen Wechselgüssen zur Anregung des Kreislaufs vor allem Armbäder und Fußbäder zum Beispiel mit Rosmarin verordnen, um die Durchblutung zu verbessern und einen rein pflanzlichen Beruhigungstee empfehlen.
Ein anderer Gast hat als Hauptsymptome starke Schmerzen, die auch heftig sind und immer wieder auftreten können. Diesem Patienten würden wir chinesische Methoden wie die TUINA Massage, APM und Akupunktur verordnen und dazu noch Kneippsche Güsse als Anregung und einen pflanzlichen Tee empfehlen.

Ein dritter Gast hat schon chronische Erkrankungen, die schulmedizinisch nicht zufriedenstellend behandelt wurden, diesem Gast würden wir primär ayurvedische Massagen und Kneippsche Güsse zur Anregung des Körpers empfehlen und bei Bedarf pflanzliche Medikamente verordnen.
Ein vierter Gast ist korpulent, hat Schlafstörungen, akute Schmerzen in der Wirbelsäule, Krampfadern in den Beinen und auch schon eine Osteoporose, also eine Abnahme des Knochengewebes. Dies ist ein Beispiel in denen wir alle drei Methoden vereinen könne. Wir können mit den Güssen und der Ernährung primär entschlacken um dem Gewicht ein wenig Herr zu werden. Wir können die Schlafstörungen verbunden mit starker Nervosität mit Stirngüssen bewältigen und für die akute Wirbelsäule helfen uns unsere chinesischen Massagen in Form von TUINA und APM und die Akupunktur.

Leider ist Gast Nummer 4 sehr häufig. Es bestehen eben oft Schmerzen, z. B. in Form von Verspannung, Gewichtszunahmen auf Grund Fehlernährung und chronische Erkrankungen aufgrund vieler Gründe. Dann können wir unsere drei Methoden bestens kombinieren und dem Gast optimal behilflich sein.
Wenn Sie durch unsere Kuranstalt gehen, spüren Sie auch eine gewisse Harmonie aller drei Systeme. Kein klassischer Kneipp- Therapeut, keine Therapeutin, die sich auf die chinesische Heilkunde spezialisiert hat, und kein Ayurvedatherapeut sieht seine Methode als die einzig wahre und richtige, sondern alle respektieren sich und ihre Methoden gegenseitig und wissen, dass eben die Kombination am besten dem Gast helfen kann.
Weil jeder Arzt der ganzheitlich denkt eben mit seiner Toleranz gegenüber anderen Methoden dem Gast oder Patienten besser helfen kann.Österreichweit einzigartig und besonders effektiv in der Behandlung von Venenkrankheiten sind die speziell in Schärding angeboten Lehmpackungen. "Zuerst wird nach einer Kneippschen Geheim-Rezeptur der Lehm angerührt und dann auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Die Packung lässt man dann 20 bis 30 Minuten - der Lehm ist dann vollständig getrocknet - wirken", erklärt Kothbauer.

INFO: Kneipp Gesundheitszentrum der Barmherzigen Brüder, 4780 Schärding/Inn, Kurhausstraße 6, Tel. 07712 3221-0, kurhaus@bbschaerd.atwww.kurhaus-schaerding.at



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