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Psychischer Stress
Dr. B. Oliver Yamuti

Stress ist ein häufig verwendeter Begriff. Was bedeutet er aber wirklich und warum verwendet man Ihn manchmal positiv oder manchmal negativ? Prinzipiell ist Stress die Auswirkung eines auslösenden Faktors (physikalisch, toxisch oder auch psychisch) auf den menschlichen Körper.

Tägliche Belastungen wie Arbeit unter Zeitdruck, familiäre Belastungen oder ähnliche Faktoren können als psychischer Stress empfunden werden. Häufig wird jedoch vergessen, dass diese Belastungen echte körperliche Folgen nach sich ziehen können wenn Sie lange genug auf den Körper einwirken. Besonders auffällig ist in meiner Ordination, dass jüngere Patienten und sogar Kinder immer öfter von einer Stresssymptomatik betroffen sind. Steigende schulische Belastungen und Freizeitangebote überfordern nicht nur Eltern, sondern auch die Kinder.

Auf meine Bitte die Reitstunden, Tennis und Fußball und Spielkonsolenaktivitäten ihres stark überforderten 9 jährigen Sohnes zu verringern der unter Schlafstörungen litt, meinte die betroffene Mutter die ständig drei Kinder durch die Gegend kutschierte: „Das kann ich nicht, dann glauben ja alle ich bin eine schlechte Mutter !“ Im Rahmen dieses Gespräches (30 Minuten) wurde Sie 5x von diversen Familienmitgliedern angerufen um noch diverses zu erledigen.
So hatte ich bald nicht nur einen Patienten sondern zwei. Glaubt irgendjemand wirklich, dass Autorennen am Computer oder auf der Spielkonsole für Kinder eine sinnvolle Entspannung ist? Aber vielleicht hat die Pharmaindustrie schon Anteile an dieser Industrie, passende Synergien wären sicher leicht zu finden. Der Slogan „dieses Spiel nur in Kombination mit einem Blutdruckmittel zu verwenden“ drängt sich doch richtig auf oder?

Ein wahrer Gottessegen für die Pharmaindustrie die Blutdruckmittel, Antidepressiva und Schlafmittel verkaufen (mehr als 20% des gesamten Medikamentenumsatzes) sind unsere Handys. Abgesehen von der Elekrosmogbelastung ist das Handy einer der Hauptstressoren für unsere Psyche. Müssen wir wirklich immer und überall erreichbar und kontaktierbar sein?
Ich nehme mir viel Zeit für Patientengespräche, aber bei über 50% der Erstgespräche mit Neupatienten läutet das Patientenhandy zumindest 1x. Um die Auswirkung von Elektrosmog zu testen, suchte ich vor geraumer Zeit 10 Patienten die 1 Woche Ihr Mobiltelefon nicht benutzen um unbelastete Blutwerte zu erhalten. Überraschenderweise war dies nicht möglich. Selbst 72 Stunden Handykarrenz war sogar im Urlaub für fast alle befragten Patienten undenkbar. Das ist selbstauferlegter Stress.

Psychischer Stress wirkt über eine Aktivierung des sympathischen Nervensystems und ist eng mit Flucht und Kampfreaktionen verknüpft. Die Herzfrequenz steigt, der Blutdruck wird durch Gefäßverengung erhöht und die Muskulatur verstärkt durchblutet. So sinnvoll diese Reaktionen kurzfristig in Gefahrensituationen sein können, so entstehen durch eine dauernde Aufrechterhaltung dieser Veränderungen chronische Erkrankungen.

Stressassoziierte Erkrankungen

• Herzinfarkte
• Asthma
• Chronische Infekte
• Migräne und Spannungskopfschmerz
• Angstzustände und Depression
• Bluthochdruck
• Prämenstruelles Syndrom
• Burn Out
• Arthritis
• Magengeschwüre

Stresskompensation

Was soll man aber nun tun, wenn der psychische Stress krank macht. Natürlich wäre es nett alleine auf eine Südseeinsel auszuwandern (ohne Arbeit/Handy/Familie), allerdings ist dieser Rat für meine Patienten nicht durchführbar, also sollte man Kompensatonsmechanismen einsetzen. Am Anfang stehen immer die Problemerkennung und die Selbsterkenntnis, dass gewisse Situationen unsere psychische Kapazität übersteigern. Dieser Schritt ist der Schwerste.

Was kann man aber nun wirklich tun, wenn das Problem erkannt wird?
• Angemessene Ruhepausen.
• Stress und Zeitmangel führt zu falscher Ernährung (Fast Food), die ebenfalls krank macht. Kochen Sie selbst und achten Sie auf die Inhaltsstoffe.
• Regelmäßig Bewegung.
• Suchen Sie professionelle Hilfe, die ihre Zeitplanungen analysiert.
• Akupunktur und Qi Gong können Stress reduzieren und die innere Ruhe wieder herstellen
• Schalten Sie einmal für 24 Stunden am Wochenende Ihr Handy ab.

Wenn ich diese Dinge meinen Patienten vorschlage, höre ich oft: „Wenn ich diese Dinge tue (kochen, spazieren gehen, früh schlafen gehen) dann habe ich ja noch mehr Stress, dass schaffe ich nicht“. Tatsächlich ist jedoch häufig ein übertriebener Perfektionismus oder mangelndes Zeitmanagement der wichtigste Faktor. Wenn man die Stressoren nicht verringern kann, muss man zumindest die Auswirkungen durch Vitamine, Spurenelemente, Homöopathika und notfalls Medikamente reduzieren.

Es ist nicht einfach den Teufelskreis der Stressoren zu durchbrechen, aber mit Hilfe von Ärzten und Therapeuten ist es möglich, zumindest die Auswirkungen dieser Krankheitsursachen zu verringern bzw. zu kompensieren.

Dr. YamutiIch freue mich auf Ihre Anfragen: Alternativmedizinische Ordination Dr. Yamuti Oliver. Hermanngasse 22/3, 1070 Wien, Tel.: 00431 5265065, Mail: dr.yamuti@chello.at, www.dr-yamuti.at



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