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Heilkraft aus der Blüte
Wer kennt sie nicht: Kopfschmerzen, Abgespanntheit, Niedergeschlagenheit, Erkältung und Hitzewallungen gehören zu den am meisten verbreiteten Gesundheitsbeschwerden. Arzneimittel aus der Natur können hier Abhilfe schaffen.

Natürliche Heilmittel werden in anderen Kulturen schon seit langem erfolgreich bei allgemeinen Gesundheitsbeschwerden eingesetzt. Deren heilende Wirkung ist in unserer breiten Öffentlichkeit aber häufig noch unbekannt.
Pflanzlich bedeutet jedoch nicht gleich unbedenklich. Naturheilmittel sollten als Medikamente betrachtet und besonnen verwendet werden, damit sie einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden leisten können:

1. Mutterkraut (Tanacetum parthenium) bei rasendem Kopfschmerz:
Es soll die Kontraktionen der Blutgefäße beeinflussen und dadurch das Pochen im Kopf vermindern. Schon in der Antike wurde Mutterkraut verwendet. Weil es die Blutgerinnung verlangsamen kann, sollte es nicht mit Blut verdünnenden Medikamenten kombiniert werden.

2. Ginseng (Panax ginseng) bei Müdigkeit und Lustlosigkeit:
Die Ginseng-Wurzel hat sich in der traditionellen chinesischen Medizin als antriebsstärkendes Mittel bewährt. Der Einnahme sollte ebenfalls ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt vorausgehen.

3. Johanniskraut (Hypericum perforatum) bei häufiger Niedergeschlagenheit:
Hilft bei leichten Depressionen. Wegen seiner Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollte es nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

4. Roter Fingerhut (Echinacea) bei beginnender Erkältung:
Wird der Wirkstoff des roten Fingerhuts bei den ersten Erkältungsanzeichen eingenommen, kann er Schnupfen und Halsschmerzen lindern und z. T. die Beschwerden früher abklingen lassen. Allergiker und Menschen, die an einer Autoimmunkrankheit leiden, sollten jedoch auf die Einnahme verzichten.

5. Kava-Kava (Piper methysticum) bei nervlicher Angegriffenheit:
In Polynesien hat die Wurzel dieser Pflanze, die mit dem Pfeffer verwandt ist, eine lange Tradition als Beruhigungstrank. Die Substanz nimmt dem Stress die Spitze, ohne die geistige Leistungsfähigkeit zu beeinflussen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Beruhigungsmitteln und Alkohol sollte sie nicht verwendet werden.

6. Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Hitzewallungen:
Von den amerikanischen Eingeborenen traditionell bei Frauenleiden eingesetzt, zeigt sich nun auch in einer deutschen Studie, dass die Wirkungen der Traubensilberkerze denen des Östrogens vergleichbar sind. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

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