| Es gibt in der kalten Jahreszeit viele Tipps zur Vorbeugung gegen Husten, Schnupfen und Grippe. Doch nicht alle halten sich daran. In diesen Tage sind besonders viele Menschen krank. Sie leiden an einer Erkältung, an einem grippalen Infekt und fast immer auch an Husten.
Das beste Rezept, wenn es Sie erwischt hat: Zuhause bleiben, Jogginganzug anziehen, Wollmütze aufsetzen, Beine in einen Eimer mit heißem Wasser, ins Kreuz eine heiße Wärmflasche legen. 1/2 l heißen Lindenblütentee mit 2 TL Honig und 2 TL Melissengeist trinken.
Sobald man richtig schwitzt, umziehen, ins Bett, gesund schlafen. Am nächsten Morgen ist man sehr matt, aber auf dem Weg der Besserung und um zwei bis drei Tage schneller gesund.
Das beste gegen eine trockene und verstopfte Nase: Trockene Schleimhäute sind ein Tummelplatz für Viren. Sehr bewährt zur Vorbeugung und zur Therapie: Eine Nasenkur aus der Apotheke. Man sprüht eine Wasser-Salz-Lösung mit dem Wirkstoff Dexpanthenol in die Nase, um die Schleimhäute feucht zu halten.
Atembeschwerden
Inhalieren vor dem Zubettgehen: 1/2 l kochendheißes Wasser mit 30 Tropfen Eukalyptustinktur (Apotheke). Die aufsteigenden Dämpfe einatmen. Entzündungen werden bekämpft, Schleim löst sich, die Immunkraft der Atemwege wird aufgebaut.
Raumluft verbessern: Schale aufstellen mit Wasser und 30 Tropfen Eukalyptustinktur. Oder Eukalyptustropfen ins Taschentuch, zwischendurch immer daran schnuppern. 20 min. Wannenbad mit Melisse und Eukalyptus, dann ins Bett.
Ernährung
Nehmen Sie wenig und leicht verdauliche Speisen zu sich. Essen Sie öfter am Tag kleine Portionen.
Kartoffelpüree und gedünsteter Reis sind besonders leicht verdaulich. Zu den süßen Speisen, die bei einer Erkältung besonders gut vertragen werden, gehören Pudding, Quark, Fruchtjoghurt oder Grießbrei. Besonders Dinkel-Grießbrei ist zu empfehlen, weil er so viel Kraft gibt.
Da unsere Abwehrzellen Vitamin C als Sprit brauchen, ist es sinnvoll, Obst und Gemüse vorzuziehen, das reichlich Vitamin C liefert. Beim Obst sind das Orangen, Mandarinen, Grapefruits, Papayas, Kiwis, Äpfel. Beim Gemüse sind es Paprika, Kohl, Karfiol, Sauerkraut, frische Petersilie.
Wer einen Apfel roh nicht essen kann und will, der sollte ihn reiben und dann genießen. Eine reife Bananen verträgt man immer. Und das übrige Obst kann man ja auch als Kompott zubereiten.
Sehr gerne mögen Erkältungspatienten eine warme, fettfreie Gemüsesuppe. Sie liefert dem Körper die Mineralstoffe und Salze nach, die er durchs Schwitzen verloren hat. Man kann die Suppe aus einem Gemüsebrühwürfel oder aus frischem Gemüse zubereiten.
Gemischtes Gemüse wird klein geschnitten und in 1 l Wasser gekocht und durchgeseiht. Die Suppe kann ohne Gemüse getrunken oder mit dem Gemüse gegessen werden.
Auch die gute alte Hühnersuppe ist ideal bei Erkältung. Um nach der Genesung wieder zu Kräften zu kommen, eignet sich am besten Haferflockensuppe. Essen Sie jeden Tag einen Teller.
1/4 l Wasser zum Kochen bringen, 1/2 Gemüsebrühwürfel darin auflösen, 3 gehäufte El Haferflocken einrühren, 10 min. köcheln lassen, immer wieder umrühren. 2 El gehackte Petersilie dazugeben.
Trinken ist wichtig
- Der Kreislauf, der ja meist sehr angegriffen ist, wird stabilisiert.
- Die Krankheitserreger, die wie bei einer Invasion den Organismus bedrohen, können schnell wieder über die Harnwege ausgeschwemmt werden.
- Die Mundschleimhäute bleiben feucht, haben stärkere Abwehrkraft.
- Der Schleim aus den Atemwegen löst sich schneller und leichter, man kann besser abhusten.
- Ideal ist, wenn man immer ein Glas mit einem Getränk bereit hat und ständig trinkt. Egal, ob man Fieber hat oder nicht. Bei Fieber braucht der Körper durch die Erhitzung natürlich noch mehr Flüssigkeit. Man kann nicht zuviel trinken!
Bei Schüttelfrost sind schweißtreibende Tees sinnvoll: Lindenblütentee, Holunderblütentee.
Bei Fieber und Gliederschmerzen: Kamillenblütentee, Lindenblütentee, Weidenrindetee.
Gegen Husten helfen am besten Salbeitee, Thymiantee, Spitzwegerichtee und Eibischwurzeltee.
Wer sich erfrischen will, liegt mit Apfelschalentee richtig. Die Schalen von fünf ungespritzten Äpfeln oder zwei in Scheiben geschnittene Äpfel mit 1/2 Liter Wasser kurz aufkochen, abseihen.
Wer Vitamin C tanken möchte: Hagebuttentee. Getränke mit viel Kohlensäure erzeugen Blähungen, die den Organismus zusätzlich belasten. Und Milch fördert die Verschleimung der Bronchien.
Naturheilmittel
Es müssen nicht immer Tabletten und Kapseln sein, um die körpereigene Abwehrkraft anzukurbeln. Pflanzliche Immunstimulantien und natürliche Heilmethoden bessern bereits bestehende Krankheitssyptome, beschleunigen die Heilung und verhindern eine erneute Infektion nachhaltig und vor allem nebenwirkungsfrei.
Besonders bewährt: die Kombination Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut), Baptisia tinctoria (Wilder Indigo) und Thuja occidentalis (Lebensbaum) für eine erfolgreiche Immunstimulation.
Eibisch, Malve, Fenchel oder Kamille wirken entzündungshemmend und führen zu einer Reizlinderung bei Atemwegserkrankungen.
Spielen Sie nicht den Helden, indem Sie mit Fieber an den Arbeitsplatz wanken. Stärken Sie Ihren Körper und Ihre Seele, nehmen Sie sich die Zeit zum gesunden mit viel Schlaf, Entspannung, vielen Vitaminen, Tee und Wasser.
Fördern Sie Ihre Abwehrkräfte durch Sauna, Dampfbad, Wechselbäder und möglichst viele Spaziergänge an der frischen Luft - auch bei Regen und Kälte.
Achten Sie stets auf warme Füße und einen warmen Hals. Denn jede Abkühlung erleichtert den Erkältungsviren das Einnisten in den Körper, weil das Immunsystem bei fallender Temperatur schlechter arbeitet. Daher hilft ach ein heißes Bad - es heizt Ihnen und Ihren Abwehrkräften ein.
Vitamin-C-reich und damit abwehrstärkend: Paprika, Zitrusfrüchte, Sauerkraut, Hagebutte oder Kiwi. Achtung: Zitronenextrakt enthält kein Vitamin C mehr, besser frische Zitronen selbst pressen.
Zink aktiviert die T-Lymphozyten, das sind die Abwehrzellen, die Viren und Bakterien bekämpfen. Gutes Hausmittel gegen Erkältung: eine heiße Hühnersuppe.
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