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Sieben sanfte Regeln bei Allergie

Wenn der Frühling da ist, dann beginnt für viele das große Leiden: die Pollenallergie, im Volksmund als Heuschnupfen bezeichnet. Die typischen Symptome: Niesanfälle, tränende Augen, eine ständig laufende Nase mit glasklarem Sekret.

Man muß etwas dagegen unternehmen, weil im Laufe der Zeit nicht nur die oberen, sondern auch die unteren Atemwege angegriffen werden können: Aus einem scheinbar harmlosen allergischen Heuschnupfen wird schweres Asthma. Es kann aber auch zu Dauerschnupfen und Bindehaut-Entzündung kommen.

Es gibt grundlegende Maßnahmen zur Vorbeugung:

  • Meiden Sie Gegenden, in denen der Pollenflug besonders stark ist.
  • Auf Autofahrten durch die Natur sollten Sie die Autofenster geschlossen halten, am besten einen Pollenfilter in den Wagen einbauen.
  • Stellen Sie in der Wohnung keine Gräser und Blumen in der Vase auf.
  • Nach einem Spaziergang im Freien sollten Sie die Haare waschen, weil Sie Pollen mit nach Hause bringen.
  • Sie sollten nicht Rasen mähen und keinen Kräutertee mit Honig trinken. Darin finden sich sehr oft Teilchen von Blütenstaub.

Es gibt einfache, allerdings bloß unterstützende natürliche Maßnahmen, mit denen man sich stark gegen die Anfälligkeit machen kann. Das hat man an der Berkeley Universität in Kalifornien herausgefunden:
Trinken Sie über einen längeren Zeitraum jeden Tag 1/2 Liter Naturjoghurt. Die Joghurt-Bakterien verstärken die körpereigene Produktion von Gamma-Interferon. Und diese Substanz macht stark gegen Allergien.

Trinken Sie 3 Wochen lang jeden Tag 1 Liter Brennesseltee aus frischen oder getrockneten Brennesselblättern. Brennessel enthalten histaminblockierende Stoffe.
Essen Sie oft und regelmäßig rohe Zwiebel. Auch darin befinden sich Stoffe,welche die Histamin-Ausschüttung bremsen.

1. Entspannungsübungen

Stress, Sorgen und Ängste verschlimmern allergische Reaktionen – und Entspannung kanns sie lindern. Schon zahn Minuten Meditation, Yoga oder autogenes Training pro Tag stärken Nerven und Immunzellen wie ein 30-minütiger Tiefschlaf und bremsen die Immunreaktion auf Pollen.

2. Schwarzkümmelöl

Viele Pollenallergiker haben zu wenig ungesättigte Fettsäuren im Blut. Abhilfe schafft das populäre Heilmittel der alten Ägypter: 500 bis 1.000 mg Schwarzkümmelöl (Apotheke) pro Tag reduzieren nach etwa vier Wochen deutlich die Heuschnupfenbeschwerden bei 85 Prozent der Patienten. Am besten schon vor Beginn der Pollenzeit einnehmen.

3. Omega-3-Fettsäuren

Aus Leinöl oder Fisch aufgenommen, zähmen sie wild gewordene Immunzellen, bremsen Entzündungen. Aus zu viel Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (Diätmargarine, Sonnenblumen-, Maiskeimöl) baut der Körper allergiefördernde Leukotriene und Prostaglindine.
Wissenschaftler vermuten: Die Zahl der Heuschnupfenpatienten z.B. in Leipzig verdoppelte sich nach der Wende, weil die Familien statt Butter mehr Margarine aßen.

4. Luffa-Extrakte

Eine Studie zeigte: Homöopathische Präparate, die auf Inhaltsstoffen der Kürbispflanze Luffa basieren, hemmen bei leichteren Heuschnupfenattacken Entzündungsprozesse und Fließschnupfen ebenso wirksam wie z.B. das Standardmittel Cromoglicinsäure.

5. Magnesium

Der Mineralstoff gilt als Mastzell-Stabilisator: Er senkt das Allergierisiko und verhindert, dass Mastzellen bei Pollenkontakt platzen und Histamin oder andere Entzündungsverstärker ausschütten.
Bei allergischem Asthma bremst Magnesium die gefährliche Verkrampfung der Bronchien. Bester Schutz: 300 bis 450 mg pro Tag (Apotheke).

6. Akupunktur

Schwächt Symptome wie Augenentzündung oder triefende Nase ab, hilft Medikamente einzusparen.

7. Reizklima

An der Nordsee oder am Atlantik fliegen keine Pollen. Das Meer bietet die ideale Atempause für Allergiker. Zusätzlich wirkt die salzhaltige Luft schleimlösend, der Wind und das Wechselwetter fördern die Durchblutung und stabilisieren das Immunsystem.

Mit Montelukast keine Angst mehr vor den Pollen

Lange Zeit galten Asthma und allergische Rhinitis als zwei voneinander unabhängige Erkrankungen. Mittlerweile weiß man aber, dass bei beiden Beschwerdebildern vergleichbare Entzündungs-prozesse in Lunge und Nase stattfinden.
In diesem Geschehen spielen die Leukotriene als Boten-stoffe der Entzündung eine maßgebliche Rolle: Sie führen unter anderem zu einer Verengung der Bronchien und zur verstopften Nase. Singulair ist das einzige in Deutschland zugelassene Medi-kament, das diese Botenstoffe blockiert und so die Entzündung der Atemwege unten wie oben hemmt.

Asthmapatienten, die zusätzlich von Heuschnupfen-Symptomen geplagt werden, profitieren von der anti-entzündlichen Wirkung von Montelukast gleich doppelt: Singulair kann nämlich die Beschwerden ihrer beiden Krankheitsbilder gleichzeitig lindern. Es ist damit das einzige kortisonfreie Medikament in Tablettenform, das ihnen sowohl Schutz vor Asthma als auch vor Heuschnupfen bietet. Eine Reihe wissenschaftlicher Studien bestätigt diese gute Wirksamkeit.

Es braucht allerdings seine Zeit, bis sich die neuen Erkenntnisse durchgesetzt haben. Auch heute noch werden Asthmapatienten von ihrem Arzt nicht immer nach Heuschnupfen-Symptomen befragt – und umgekehrt. Dabei ist Heuschnupfen ein wichtiger Risikofaktor für das Auftreten eines späteren Asthmas: Jeder dritte Patient entwickelt innerhalb weniger Jahre auch asthmatische Beschwerden.

Nach aktuellen Schätzungen verursachen Heuschnupfen und seine Folgeerkrankungen allein in Deutschland jährliche Kosten von mindestens 5,1 Milliarden Euro.
Weitere Informationen zu Asthma und Heuschnupfen erhalten Sie bei der neuen Initiative "Aktiv gegen Atemnot" unter der kostenfreien Hotline 0800 / 765 43 26.

www.docmorris.com

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