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Im Winter scheint die Sonne kürzer und weniger intensiv. Dies bewirkt, dass die Zirbeldrüse im Kopf mehr Melatonin bildet. Dieses Hormon sorgt für erholsamen Schlaf und regelt den Tag-Nacht-Rhythmus.
Bleibt es allerdings länger als nötig in den Adern, fühlt man sich tagsüber abgeschlagen und kann sich nicht konzentrieren.
Erst wenn die Tage wieder länger werden, sorgt die Sonne dafür, dass die körpereigene Melatoninproduktion unterdrückt wird und das Glückshormon Serotonin die Oberhand gewinnt.
Wird zu wenig davon produziert, möchten wir am liebsten im Bett bleiben, sind antriebschwach und lustlos, überempfindlich und gereizt.
Bis sich die Stimmungsboten im Frühling wieder eingependelt haben, dauert es eine gewisse Zeit. Noch dazu braucht unser Körper jetzt vermehrt Vitamine und Mineralien, um Schlackenstoffe auszuscheiden und alte Zellen durch neue zu ersetzen.
Frühjahrsmüdigkeit bedeutet nicht nur ständiges Gähnen und schwer Aufstehen. Viele Menschen sind auch unkonzentriert, gereizt oder depressiv und klagen über Kopfschmerzen.
Und viele erwischt jetzt noch die letzte Grippe - eindeutiges Zeichen dafür, dass der Körper durch die einseitige Ernährung und Bewegungsmangel im Winter geschwächt ist.
Das macht jetzt munter
Viel Obst und Gemüse sollten in den Frühlingsmonaten zum täglichen Essensfahrplan gehören. Essen Sie mageren Fisch mit Salat und eine Stunde später Früchte - so wird Serotonin produziert und Sie werden fit.
Wer sich ausgedehnte Spaziergänge im Sonnenlicht nur am Wochenende leisten kann, darf erst mal zu Süssigkeiten greifen, da in ihnen auch Botenstoffe enthalten sind, die die Stimmung heben, also den Serotoninhaushalt positiv unterstützen.
Tropische Früchte wie Papayas, Mangos oder Avocados enthalten reichlich Vitamine und Mineralstoffe, auch Vollkornprodukte, Brokkoli, Paprika, Kohlgemüse, Kartoffeln und Karotten geben dem Körper einen Vitamin-Kick.
Wechselduschen regen den Lymphfluss an, vor allem wenn der letzte Strahl kalt ist. Für die Durchblutung ist ein Saunabad empfehlenswert und bei einem schlappen Kreislauf helfen Kneippsche Anwendungen.
Bewegung an der frischen Luft regt den Stoffwechsel an und man tankt dabei Sauerstoff und natürliches Licht.
Fitness-Cocktail
1 Grapefruit, 1 Blutorange, 1 Papaya, 1 Schuss Zitronensaft, 1 EL Honig, 1 TL Leinsamen. Grapefruit und Orange auspressen, den Saft in ein hohes Glas geben. Dann das Fruchtfleisch der Papaya, den Honig und Leinsamen in einen Mixer geben und fein vermischen. Den Brei in das Glas mit dem Fruchtsaft geben.
Kaffee, Schwarztee und Alkohol pushen zwar zuerst, führen danach aber zu noch mehr Schlappheit. Besser eignen sich jetzt als Getränke Wasser, Kräutertees, Frucht- und Gemüsesäfte.
Rund zwei bis drei Liter werden empfohlen, um den Kreislauf auf Touren zu bringen und Gifte auszuschwemmen. Brennesseltee und Birkenblättertee helfen entschlacken.
Frühlingsgefühle
Der Frühling ist eine gefühlsfördernde Jahreszeit. Wenn jetzt die Tage wieder länger und die Nächte kürzer werden, nimmt unser Melatoninspiegel ab - die sexuelle Begehrlichkeit wird angeregt, wir haben Frühlingsgefühle.
Für die enthusiastischen Gefühle, wenn wir uns verlieben, sind dann Nervenbotenstoffe, die sogenannten Neurotransmitter, verantwortlich:
Dopamin macht Liebe rauschhaft und uns aufgeregt. Serotonin ist chemisch mit dem Melatonin eng verwandt und wirkt wie ein Rauschmittel.
Endorphine erzeugen das Glücksgefühl, eine Hochstimmung, wie sie auch Marathonläufer kennen.
Dunkle Wolken - düstere Laune
Wechselt die Wetterlage, bekommt das manch einer deutlich zu spüren. Ist das Wetter stärker als unser körperliches Anpassungsvermögen oder erfolgt die Umstellung sehr schnell, meldet unser Nervensystem die Anstrengung an das Gehirn weiter.
Kopfdruck, innere Unruhe, Kreislaufstörungen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit oder allgemeines Unwohlsein sind dann die häufigsten Symptome der Wetterfühligkeit.
Wetterfühligkeit zeigt, dass unser Körper Schwierigkeiten hat, mit Belastungen fertig zu werden. Wir verbringen zuviel Zeit in dem künstlichen, gleichmässigen Klima unserer Wohnungen und Büros.
Wer seinen Körper trainiert, wird seine Wetterfühligkeit verringern. Als besonders wirksam haben sich wechselwarmes Duschen, Bewegung an der frischen Luft und Saunagänge erwiesen.
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