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Oft ist Heiserkeit die Begleiterscheinung einer Erkältung oder einer Hals-, Mandel- und Rachenentzündung. Von Jahr zu Jahr nehmen diese Erkältungen zu.
Wer mit offenem Mund schläft und schnarcht, kann heiser werden. Dabei trocknen die Mundschleimhäute und in der Folge auch die Stimmbänder aus.
Es kann sich um eine Überbeanspruchung der Stimmbänder handeln. Wenn jemand zu lange und zu laut gesungen hat, zu viel gesprochen hat oder zu sehr geschrien hat. Vor allem, wenn das in trockener Luft - etwa in einem Raum mit Klimaanlage - passiert, sind die Stimmbänder gefährdet.
Man kann aber auch nach übermäßigem Alkoholgenuss heiser werden, weil da die Stimmbänder in rascher Folge hintereinander an- und abschwellen. Das ist Stress für die Stimme.
Wenn jemand unter Stress steht, großen seelischen Belastungen ausgesetzt ist, Ärger oder Kummer hat, dann wird die Durchblutung der Stimmbänder entscheidend schlechter. Die Folge: Die Sprache wird brüchig.
Selbsthilfe bei Heiserkeit
- Ein, zwei Tage absolut schweigen und den Stimmbändern Schonung gewähren. Verständigen Sie sich schriftlich.
- Ganz schlecht ist es, leise zu sprechen. Beim Flüstern werden die Stimmbänder noch mehr beansprucht.
- Trinken Sie nichts Kaltes und nichts Heißes. Alles sollte lauwarm sein.
- Mit dem Rauchen aufhören. Nikotin und Teerstoffe verstärken die Heiserkeit.
- In Räumen mit kalten Klimaanlagen nur durch die Nase, nicht durch den Mund einatmen. Sonst trocknen die Mundschleimhäute aus.
Hausrezepte gegen Heiserkeit
Topfen-Wickel: Tragen Sie auf ein feuchtes Tuch ganz dick zimmerwarmen oder kalten Quark auf. Dann legen Sie das Tuch mit der Quark-Seite auf den Hals, wickeln ein weiteres Leinentuch und noch ein Wolltuch darüber. Über Nacht einwirken lassen.
Zwiebel-Wickel: Das wohl älteste Hausmittel gegen Heiserkeit: Fünf im Backofen erwärmte Zwiebeln werden geschält und klein gehackt. Dann fingerdick auf einem Leintuch verteilen. Das Tuch einschlagen und um den Hals legen. Darüber kommt wieder ein zweites Tuch. So lange tragen, bis die Zwiebelstückchen kalt geworden sind. Man kann das dreimal täglich machen.
Kartoffel-Wickel: Er schenkt den Stimmbändern erholsame, lang anhaltende Wärme. Drei bis fünf heiße Pellkartoffeln zerdrücken, auf ein Leintuch auftragen und in das Tuch einschlagen. Das Tuch um den Hals legen, darüber kommt ein zweites Tuch. Auch dieser Wickel wird so lange getragen, bis er keine Wärme mehr ausstrahlt.
Australisches Teebaumöl: Fünf bis zehn Tropfen in ein Glas warmes Wasser geben, gut umrühren, gurgeln. Dann wieder ausspucken.
Aloe-Vera-Saft: Mit 5 Esslöffeln Saft gurgeln. Salbei-Tee: 2 Esslöffel Salbeiblätter mit 1/2 Liter Wasser zum Kochen bringen, 10 Minuten ziehen lassen, durchseihen. Gurgeln, etwas trinken.
Eibischwurzel-Tee: 1 Esslöffel Eibischwurzel in 1/4 Liter kaltes Wasser geben, eine Stunde ziehen lassen, abseihen, erwärmen. Damit gurgeln.
Die Stimme versagt. Sie ist entweder ganz weg oder man ist total heiser. Man putzt die Zähne. Man gurgelt. Man räuspert sich. Vergebens. Die Stimmbänder geben nur unkontrollierte Geräusche von sich. |