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Senioren sind heute so unternehmungslustig wie nie zuvor. Die Jahre nach der Berufs- und Familienphase sind aber nicht nur ideal für Freizeitinteressen. Sie bieten die Chance, Partnerschaft und Liebe neu zu entdecken.
Denn sich im Alter Zärtlichkeit und Liebe zu schenken, ist ganz natürlich, macht glücklich und hebt das körperliche Wohlbefinden. Die Auswertung zahlreicher Langzeitstudien hat ergeben, dass Sexualität Wohlfühlhormone freisetzt, Beschwerden mindert, Kalorien verbraucht und sogar die Lebenserwartung erhöht, erklärt Dr. Michael Berner, Vorstand des Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit e.V. (ISG) und Leiter der Sexualtherapeutischen Ambulanz der Uniklinik Freiburg: "Die in Wales durchgeführte Caerphilly Studie ergab, dass sexuell Aktive weniger Herz-Kreislauf-Probleme hatten und länger lebten."
Aber was tun, wenn sich altersbedingte Probleme einstellen? Statt die Liebe in Rente zu schicken, kann man zum Beispiel die ISG-Infoline anrufen: Unter 0180-5558484 (12 ct/min) beantworten geschulte Mitarbeiter Fragen zu Sexualität und Gesundheit. Kompetente Hilfe gibt es auch unter www.isg-info.de: Das Portal enthält viele Serviceangebote - von der Möglichkeit zum vertraulichen Telefongespräch über Expertenpool und Diskussionsforum bis zu einem Flirtratgeber und Veranstaltungstipps.
Liebe ohne Schmerzen
Schluss mit der Lust heißt es für die meisten Frauen, wenn es beim Sex plötzlich brennt oder juckt. Aus Angst vor Schmerzen vermeiden sie es, auf den Partner zuzugehen, und wehren Annäherungsversuche hartnäckig ab. Da sich betroffene Frauen häufig schämen, über ihre Beschwerden zu sprechen, können selbst harmonische Partnerschaften in Schieflage geraten. Um das Leiden nicht unnötig zu verlängern, ist ein Besuch beim Frauenarzt ratsam.
Denn neben Infektionen können auch Hormonschwankungen Scheidentrockenheit verursachen, die wiederum zu Schmerzen beim Intimverkehr führt. Aufgrund eines Östrogenmangels leiden nämlich nicht nur Frauen in den Wechseljahren, sondern auch jüngere Frauen, die die Pille nehmen, unter Veränderungen der Scheidenschleimhaut: Sie wird dünner, empfindlicher und anfälliger für Infektionen. Experten empfehlen lokal anwendbare Medikamente, die das Hormon Estriol enthalten.
Diese Präparate, die als Creme, Zäpfchen und Ovula erhältlich sind, fördern die Durchblutung in der Scheidenregion und wirken der Trockenheit entgegen. Zurückgebildete Hautschichten werden wieder aufgebaut und das natürliche saure Scheidenmilieu bleibt erhalten.
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