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Das Grüne Haus

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Inhaltsverzeichnis DGH 09/13
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Mehr Rheuma durch Rauchen
Die Rolle des Tabakkonsums bei Rheuma wird grob unterschätzt. Rheumarisiko bis zu 16-fach höher bei Rauchern als bei Nichtrauchern! Passivrauchen bei Kindern und Jugendlichen erhöht Arthritis Risiko deutlich

„Zigaretten rauchen schadet der Lunge, den Gefäßen und dem Herz. Das ist hinlänglich bekannt. Wesentlich weniger bekannt ist eine weitere Folge des Rauchens: Raucher tragen ein weitaus höheres Risiko wie Nichtraucher an Rheuma* zu erkranken. Auch Passivrauchen, besonders bei Kindern und Jugendlichen, erhöht das Rheuma-Risiko deutlich“, warnt Dr. Thomas Schwingenschlögl, Internist und einer der führenden Rheumaexperten Österreichs. „Das sind weitere schwerwiegende Argumente den Zigarettenrauch endgültig aus den Lokalen zu verbannen“, so der Rheumatologe.

Auch Passivrauchen schadet – besonders jungen Frauen

„Alle aktuellen wissenschaftlichen Studien bestätigen, dass Nikotinkonsum bei der Entstehung von Gelenks- und Wirbelsäulenentzündungen wie auch der Schuppenflechte (Psoriasis) Risikofaktor Nummer eins ist. Bei jungen Frauen, die rauchen, ist die Wahrscheinlichkeit, an einer rheumatoiden Arthritis (RA) zu erkranken, 16-fach erhöht im Vergleich zu Frauen, die nicht rauchen. Auch bei einer Therapie ist ein Nikotinverzicht mittlerweile genauso wichtig wie eine medikamentöse Behandlung“, erklärt Dr. Thomas Schwingenschlögl.

Neue wissenschaftliche Studien weisen den Zusammenhang zwischen Passivrauchen und der Entstehung einer rheumatoiden Arthritis eindeutig nach. „Wer in der Kindheit eine Stunde am Tag dem Zigarettenqualm ausgesetzt ist, gilt bereits als gefährdet. Wenn die betroffene Person später dann auch noch selbst aktiv raucht, was bei Jugendlichen häufig der Fall ist, besteht ein besonders hohes Risiko“, sagt Dr. Schwingenschlögl.

Leider rauchen rund 30 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen mit positivem Rheumafaktor oder rheumatoider Arthritis. „Betroffene unterschätzen die Rolle des Tabakkonsums bei der Entstehung und dem Verlauf einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung massiv“, warnt Dr. Thomas Schwingenschlögl eindringlich vor den Folgen des Rauchens.

*) Rheumatische Leiden wie die rheumatoide Arthritis sind Autoimmunerkrankungen, bei der sich die körpereigene Abwehr gegen unseren Körper richtet anstatt ihn vor Schäden von außen zu schützen. Diese fehlgeleitete Immunreaktion führt zu entzündlichen Prozessen in Gelenken, Muskeln, der Wirbelsäule aber auch in Organen.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Rauchen und Passivrauchen: Rauchen induziert die Citrullination von Eiweißen in unserem Körper. In der Folge kommt es zur Bildung von bestimmten Autoantikörpern (ACPA), die den Ausbruch von rheumatischen

Entzündungen wie der rheumatoiden Arthritis begünstigen. Besonders oft ist dieses Phänomen zu beobachten, wenn andere Familienmitglieder an rheumatoider Arthritis leiden.

Rauchen verschlechtert darüber hinaus den Krankheitsverlauf einer bestehenden rheumatoiden Arthritis und führt zu einer höheren entzündlichen Aktivität. Raucher brauchen auch deutlich mehr und stärkere Medikamente.

Diese negativen Folgen sind auch für andere rheumatische Erkrankungen wie dem Morbus Bechterew, einer schmerzhaften Entzündung der Wirbelsäule, oder dem systemischen Lupus erythematodes, einer Autoimmunerkrankung von Bewegungsapparat, Haut und Organen, nachgewiesen worden.

Ein Stopp des Rauchens macht in jedem Stadium von Rheuma Sinn und verbessert zusätzlich das Ansprechen auf Medikamente. 

Dr. Thomas Schwingenschlögl

Reisenbauerring 5/1/5

2351 Wiener Neudorf

Tel: 02236/865910

Fax: 02236/865910 30

www.dr-schwingenschloegl.at

 


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