MailTwitterFacebook
Das Grüne Haus

Aktuelle Ausgabe Das Grüne Haus
als e-Book € 0,92

Inhaltsverzeichnis DGH 09/13
Acrobat pdf-Reader downloaden
Bedrohung aus der Luft
Warum sich Senioren unbedingt vor Mücken, Wespen und Co. schützen müssen

Für die einen sind sie nur lästige Plagen, für die anderen kann ein Insektenstich oder Biss bedrohlich werden. „Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes sind anfällig für Komplikationen bei Insektenstichen. Weil ihre Sensibilität infolge der Krankheit eingeschränkt ist, merken sie einen Stich oder Biss oft erst, wenn er sich bereits entzündet hat. Da besonders ältere Menschen von dieser Stoffwechselerkrankung betroffen sind, müssen sie sich im Sommer besonders vor Mücken, Wespen und Co. schützen“, sagt Dr. Christine Eichler, Chefärztin des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin in Potsdam. Sie hat hilfreiche Tipps zusammengestellt und erklärt, worauf Senioren jetzt achten sollten.

Diese einfachen Maßnahmen schützen vor Mücken

Fliegengitter an Fenstern und Türen sowie ein Moskitonetz über dem Bett halten Mücken und andere Insekten fern. Im Freien schützen lange, helle Kleidung, Strümpfe und Schuhe. Parfüms und parfümierte Kosmetika locken Insekten häufig an. Mit Insektenschutzmitteln kann man sie sich dagegen vom Leib halten. Lüften Sie in der Dämmerung Wohnräume nur bei ausgeschaltetem Licht. „Schafft es eines dieser Plagegeister doch in die Wohnung, können Sie sie einfach vertreiben, indem Sie eine Zitrone mit Gewürznelken spicken – ganz ohne Chemie und schädliche Nebenwirkungen“, rät die Chefärztin.

So vermeiden Sie Bienen- und Wespenstiche

„Gegen Bienen und Wespen sind Insektenschutzmittel wirkungslos. Zum Schutz sollten ältere Menschen vor allem beim Essen und Trinken im Freien vorsichtig sein“, so Dr. Christine Eichler. Trinken Sie nie direkt aus Dosen oder dunklen Flaschen, sondern verwenden Sie einen Strohhalm. Decken Sie Speisen und Getränke ab. Nach dem Essen sollten Sie Speisereste sofort wegräumen. Halten Sie Abstand zu Insektennestern, Bienenstöcken, vollen Abfalleimern, blühenden Bäumen und Büschen sowie Fallobstwiesen. Schlagen Sie nicht nach Bienen und Wespen. Versuchen Sie nicht, die Tiere weg zu pusten - das ausgeatmete Kohlenstoffdioxid gilt im Wespenstaat als Warnsignal. Das Insekt wird so möglicherweise in Alarmbereitschaft versetzt und sticht eher zu. Kriecht Ihnen eine Biene oder Wespe in die Kleidung, sollten Sie sie nicht quetschen. Versuchen Sie das Kleidungsstück vorsichtig auszuziehen oder warten Sie ruhig ab, bis das Tier wieder herauskrabbelt.

Wann Stiche gefährlich werden

„Insektenstiche und -bisse sind zwar recht harmlos, können aber auch sehr schmerzhaft sein. Gefährlich werden sie, wenn eine Allergie gegen bestimmte Insektenstiche – meistens gegen Bienen – vorliegt. In diesem Fall ist sofortige medizinische Hilfe notwendig“, warnt Dr. Christine Eichler und rät zu folgenden Sofortmaßnahmen: 1. Klären, was gestochen hat. 2. Stachel, wenn vorhanden, vorsichtig mit einer Pinzette oder Fingernagel entfernen. 3. Gift aussaugen. Dabei hilft folgendes Hausmittel: Legen Sie ein angefeuchtetes Stück Würfelzucker auf den Stich. Der Zucker nimmt Flüssigkeit auf und damit auch das Gift aus der Wunde. Bei einer Insektengiftallergie sollten die Betroffenen immer ein Notfallset dabeihaben. Treten Schockzustand mit Blässe, Atemnot, Schweißausbruch, fliegender Puls und Erbrechen auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Wurde die Person im Bereich der Atemwege oder Mund gestochen, droht Erstickungsgefahr. Sofort Eiswürfel lutschen und ab zum Arzt. Dasselbe gilt bei Stichen ins Auge. Verhärtungen und Schmerzen an der Einstichstelle deuten auf eine Infektion hin und sollten ebenfalls untersucht werden.

Kurz & Knapp: Evangelisches Zentrum für Altersmedizin in Potsdam 

Das Evangelische Zentrum für Altersmedizin umfasst ein geriatrisches Fachkrankenhaus mit Tagesklinik, ein Seniorenzentrum, eine Kurzzeitpflege, die Beratungsstelle „Rund ums Alter“ sowie ein ausführliches Lehrangebot für alle in der Geriatrie tätigen Berufsgruppen. Mit 120 Betten im Krankenhaus und in der Tagesklinik sowie 111 Plätzen im Bürgerstift am Heiligen See zählt es zu den größten Kompetenzzentren für Altersmedizin in Brandenburg.

Weitere Informationen unter: www.altersmedizin-potsdam.eu

 


Für Sie entdeckt





© gesundheitswelten.com 2014   l   Impressum