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Das Grüne Haus

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Inhaltsverzeichnis DGH 09/13
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Mit Prof. Bankhofer fit durch den Winter
Es gibt Menschen, die ständig krank sind und sich wochenlang mit einer Erkältung herumschlagen. Andere wiederum sind kerngesund und können dem täglichen Ansturm von Viren und Bakterien bestens standhalten.

Die Erklärung dafür: Die einen haben ein voll intaktes Immunsystem, die anderen nicht. Das Immunsystem schützt uns rund um die Uhr vor Krankheitserregern, die in den Organismus gelangen. Dafür verfügen wir über ein ganzes Netzwerk an Abwehrmöglichkeiten: Abwehrzellen (Lymphozyten, T-Lymphozyten und B-Lymphozyten, auch Killerzellen genannt, Makrophagen und Granulozyten, auch Fresszellen genannt), Hormone, Nerven und Peptide, die alle durch Botenstoffe (Zytokine) miteinander in Verbindung stehen, um ständig kommunizieren zu können, wie der Körper geschützt werden kann.

Stärkung des funktionierenden Immunsystems

Vermeiden Sie Stressbelastungen wie Streit, Ärger, Kränkungen, zuviel Arbeit und zu wenig Erholungsphasen. Sie schwächen die Immunkraft.Sex in einer harmonischen Partnerschaft sowie ein intensiver Kuss stärken die Immunkraft, weil dadurch Endorphine (Glückshormone) gebildet werden.Lachen Sie viel und seien Sie fröhlich.Treiben Sie Sport, am besten im Freien. Ideal sind Wandern, Joggen und Radfahren. Der Körper muss gleichmäßig belastet werden, dadurch bekommen unsere Immunzellen Sauerstoff. Kraft- und Hochleistungssport schwächen das Immunsystem.Führen Sie Atemübungen im Freien durch.Härten Sie Ihren Körper ab, z.B. durch Wassertreten am Morgen.Bauen Sie Reizüberflutungen ab. Zuviel Lärm und Licht, auch faulige, ätzende Gerüche schwächen das Immunsystem.Schalten Sie Risikofaktoren aus: Verzichten Sie aufs Rauchen, auf zuviel Alkohol, zuviel Kaffee und Schwarztee, zuviel und zu fettes Essen.Lernen Sie, Ihre innere Ruhe zu finden und abzuschalten.Schlafen Sie ausreichend und ungestört.Nehmen Sie Nahrung mit vielen Vitalstoffen zu sich.

Gesunde Ernährung

Leichte Kost, reichlich Obst und Gemüse, fünf kleine Mahlzeiten am Tag, Fett und zuviel Fleisch meiden, Konservierungsstoffe meiden.Die Darmflora muss gesund sein! Sie stützt entscheidend unser Immunsystem und baut es zu 70 Prozent auf. Hilfen: probiotische Joghurts mit lebenden Bakterien, in erster Linie Milchsäurebakterien. Auch Brotsäurebakterien (im Brottrunk) können intensiv die Immunkraft im Darm aufbauen.Die Zufuhr von reichlich Ballaststoffen fördert die Entwicklung der positiven Bakterien und die Stärkung der Darmflora. Bei der Ernährung bedeutet das Vollkorn, Leinsamen, Gemüse, Obst.Flüssigkeit zuführen, damit Giftstoffe abtransportiert werden können: Zwei Liter Wasser pro Tag. Ideal in diesen Wochen : Hagebuttentee. Er liefert große Mengen an Vitamin C. Acht Hagebutten haben mehr Vitamin C als fünf Orangen.Auf die Versorgung mit Vitaminen achten: An sich sind alle Vitamine im Verbund wichtig, besonders aber Vitamin A, Provitamin Betakarotin, E und C. C schützt die Zellflüssigkeit jeder Körperzelle, A und Betakarotin die Zellstruktur, E die Zellwand. Anregung: "Immunsalat" essen (Paprikaschoten, Petersilie, Tomaten, geraffelte Möhren, Weizenkeimöl). Reichlich Vitamin C tanken kann man mit Sauerkraut, Kiwis, Grapefruits, Orangen, Paprikaschoten, Kohlgemüse und Pellkartoffeln.Unsere Immunzellen brauchen Zink. Das erklärt auch, warum unsere Großmütter bei Erkältungen Hühnersuppe mit Fleischstücken empfohlen haben, denn Hühnersuppe enthält viel Zink. Auch Milchprodukte und Vollkornprodukte enthalten Zink.Selen ist wichtig, enthalten in Knoblauch und Meeresfisch.Knoblauch verbessert die Vitaminaufnahme, enthält Zink und Selen: Vier Zehen am Tag.Saft der Aloe vera: der Hauptwirksstoff Acemannan stärkt die Immunkraft. Trinken Sie 1/8 Liter pro Tag, drei Wochen lang. Dadurch vermehren sich die Fresszellen.Trinken Sie täglich fünf Tassen grünen Tee. Er enthält viel Vitamin C und die schützenden Polyphenole.Echinacea – Roter Sonnenhut: Nehmen Sie Präparate nur nach Absprache mit dem Arzt ein. Aber nur, wenn Sie erkältet sind, da das Immunsystem zu stark gefordert wird. Bitte nicht vorbeugend!Extrakt aus Meerrettich und Kapuzinerkresse: Gibt es als Präparate in der Apotheke. Hier bekämpfen die Senföle die schädlichen Bakterien und die Viren im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und in den Harnwegen.Schwarzkümmelöl: Die Wirkstoffe im Schwarzkümmel bauen vor allem die Immunkraft der Atemwege auf.Rote Bete: Der rote Farbstoff Betanin umschließt die Abwehrzellen, macht sie inaktiv und führt sie über die Harnwege ab; 1/4 Liter am Tag.
Vielen Menschen schlägt in der jetzigen Jahreszeit aber auch der Mangel an Licht enorm aufs Gemüt. Man spricht von der Herbst- oder Winterdepression. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren. Die typischen Symptome: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Verzagtheit, Ängstlichkeit, Traurigkeit und Appetit auf Kohlenhydrate und Süßes. Auch das schwächt das Immunsystem und bietet somit eine Angriffsfläche für Krankheiten.

Maßnahmen:

In leichten Fällen genügt es oft, jeden Tag – etwa in der Mittagspause – hinaus ins Freie, auf die Straße, in den nächsten Park oder am Wochenende hinaus in die Natur zu gehen.Nutzen Sie sonnige Tage: Wenn die Sonne einmal scheint, lassen Sie mindestens 10 Minuten lang die Strahlen auf sich einwirken. Der beste Trick: das Gesicht der Sonne zuwenden, den Mund öffnen und der Sonne die Zähne zeigen. Diese nehmen die Sonnenstrahlen wie Diamanten auf und leiten sie intensiv als Energie in den Organismus weiter.Eine kleine Hilfe kann auch der Besuch im Solarium sein. Einmal die Woche hilft manchen gegen die triste Stimmung in der kalten Jahreszeit.Bestrahlungen mit einer so genannten Vollspektrumlampe sind eine große Hilfe. Bestrahlen Sie sich täglich ein bis zwei Stunden. Die Vollspektrumlampe liefert ein der Natur nachempfundenes Licht. Die Helligkeit der Lampe beträgt 2.500 Lux, das entspricht der Kraft von 30 Glühbirnen zu je 60 Watt oder der Helligkeit eines strahlenden Frühlingsmorgens am Fenster bei Sonnenschein.


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