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Die schleichende Gefahr: Bluthochdruck – die wenigsten wissen, dass sie unter Druck stehen
Wichtig: Obst, Gemüse, Bewegung, wenig Salz, regelmäßiges Blutdruckmessen

Täglich hunderttausendmal pumpt das menschliche Herz ein Blutvolumen von neun Tonnen hin und her. Das fließende Blut drückt dabei – ähnlich wie bei einem prallen Wasserschlauch – gegen die Gefäßwände.

Doch dieses leistungsfähige Pumpsystem ist oft überfordert. Erhöhte Blutfettwerte, erbliche Veranlagung, Übergewicht, der Missbrauch von Genussmitteln oder aber Stress führen zur Verengung der Blutgefäße. Nur erhöhter Druck kann das Transportproblem lösen. Der Herzmuskel muss dann jedoch angestrengter arbeiten, um das Blut durch das eingeengte Röhrensystem zu pressen. 
Und zur Bewältigung des erhöhten Energieaufwandes, bilden sich um die linke Herzkammer überdimensionierte Muskeln. 

Das kann jahrelang gut gehen, die Betroffenen fühlen sich kerngesund. Ganz plötzlich kann es jedoch zu gefährlichen Ausfällen kommen. Lebensgefahr droht, wenn der extrem vergrößerte Herzmuskel nicht mehr ausreichend durchblutet werden kann und sich eine Herzmuskelschwäche einstellt. 

Von erhöhtem Blutdruck spricht man, wenn bei wiederholten Messungen Werte ab 160/95 mm Hg festgestellt werden. Behandlungsbedürftig ist ein Blutdruck ab dem oberen Wert von 140 mmHg und einem unteren Wert von 90 mmHg (mmHg=Maßeinheit: Millimeter Quecksilbersäule).
Der obere Wert (Systole) tritt beim Austreiben des Blutes aus der linken Herzkammer auf, der untere Wert (Diastole) vor der erneuten Füllung des Herzens. Extrem gefährlich ist Blutdruck bei Werten über 160 zu 95 mmHg. 

Oft bleibt der erhöhte Blutdruck jedoch unerkannt, da er keine oder kaum wahrnehmbare Beschwerden verursacht. Ohne Behandlung erhöht sich das Risiko, einen Schlaganfall, Herz-Kreislauf- und Nierenschäden zu erleiden. 15 bis 30 Prozent aller Männer mit unbehandeltem Bluthochdruck werden zudem impotent.
Das frühzeitige Erkennen von Hypertonie ist schwierig. Meist werden erste Beschwerden jahrelang heruntergespielt oder gar nicht wahrgenommen.

 Die wichtigsten Anzeichen für Bluthochdruck 

… sind Herzklopfen, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche, Atemnot in Ruhe, Ohrensausen und Nasenbluten, Beklemmungsgefühle, starker Druckkopfschmerz, Sehstörungen, Bewusstseinstrübungen, Krämpfe, Lähmungserscheinungen und Erbrechen.
Regelmäßige Blutdruckmessungen beim Arzt oder zuhause sind besonders wichtig. Bei der Blutdruckmessung wird eine Oberarm-Manschette angelegt und aufgepumpt, bis die Schlagader zusammengedrückt ist und kein Blut mehr fließt.
Dann wird die Luft langsam abgelassen und der Arzt hört mit einem Stethoskop ab, wann wieder Blut fließt. Der systolische Wert bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem beim Luft Ablassen der Puls erstmals zu hören ist. 
In diesem Moment wird das Blut mit der größten Kraft durch die Gefäße gepumpt. Der diastolische Wert bezeichnet das letzte hörbare Geräusch und kennzeichnet den niedrigsten Druck. 

Außerdem ist es gut, die Risikofaktoren für Bluthochdruck zu kennen. Wer zu viel Salz, Zucker und Fette verzehrt, seinen Alkoholkonsum nicht einschränkt und ständigem Stress ausgesetzt ist, gehört zur Risikogruppe der Hypertoniker.
Ein erhöhter Blutdruck lässt sich mit Medikamenten verringern oder durch eine Änderung der Lebensweise, z.B. durch regelmäßige sportliche Betätigungen, positiv beeinflussen. Er gehört aber in jedem Fall in die Behandlung eines erfahrenen Arztes. 
Wirksame Selbsthilfe bei milder Hypertonie bieten bereits kleinere Änderungen im Alltag. Erfolg verspricht bereits die Reduzierung des Salzkonsums. 

Tierische Fette sollten durch Gemüse, Salat, Fisch und pflanzliche Öle ersetzt werden (Mittelmeerküche). Regelmäßiger Ausdauersport (Walking, Radfahren, Jogging, Schwimmen, Skilanglauf, Wandern, Rudern) und die Vermeidung von negativem Stress (Dystress) bauen ebenfalls Druck ab. 
Sehr wirksam ist die Gewichtsnormalisierung bzw. -reduktion: Pro kg Gewichtsverlust sinkt der Blutdruck um ca. 2 mmHg! Auf jeden Fall sollte die Gesundheitsgefährdung durch die „Hochdruckpumpen“ Alkohol und Nikotin beseitigt werden . 

Unterstützend wirken auch Massagen: Beginnen Sie mit strichförmigen oder kreisenden Bewegungen immer an der Außenseite des rechten Fußes. Von dort geht es an der Außenseite des Beines bis zum Oberschenkel hinauf. Anschließend ist die Innenseite des rechten Beines –ebenfalls am Fuß beginnend – an der Reihe. 
Dann folgen die rechte Hand, der rechte Unter- und Oberarm. 
Im nächsten Schritt folgt die linke Körperseite: Fuß, Unterschenkel, Oberschenkel, erst innen, dann außen. Unke Hand, Unterarm und Oberarm schließen sich an. 
Durch die Massage kommt es zur Gefäßerweiterung und verbesserten Gewebedurchblutung. Der Blutdruck sinkt.

Zu vermeiden sind: Übergewicht, salzreiches und cholesterinreiches Essen, Dauerstress, Bewegungsmangel, Alkohol und Rauchen. 
Zu empfehlen sind: die Verwendung pflanzlicher Fette und hochwertiger Öle bei der Nahrungsmittelzubereitung, körperliche Betätigung (schnelles Gehen, Langlaufen, Jogging Radfahren, Fahrradheimtrainer, Wanderrudern, Paddeln, Skilanglauf) sowie der reichliche Genuss von Obst und Gemüse bei wenigem Gebrauch von Salz, Fetten und Zucker.


boso BDM


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