Die dunkelroten, reifen Paradeiser schmecken nicht nur gut. Sie sind ein wertvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung. Sie sind reich am Schönheitsvitamin Biotin aus der Gruppe der B-Vitamine, stärken Haut, Haare, Nägel und haben einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.
Sie liefern uns aber auch das Vitamin B 3 Niazin, das wichtig für unsere Stimmungslage und für einen erholsamen Schlaf ist.
Tomaten versorgen uns mit Folsäure für Herz und Kreislauf, mit Vitamin C fürs Immunsystem bei Erkältungen, aber auch gegen Stressbelastung.
Wir tanken mit Tomaten auch Vitamin E für mehr Vitalität, Kalium für eine gute Verdauung, weiters Zink für die Immunkraft und auch wieder für gute Laune.
Prof. Hademar Bankhofer befasst sich als Medizinjournalist seit seinen ersten Recherchen in den Jahren 1996 und 1997 in den USA bei Prof. Dr. Jeffrey Blumberg an der Tufts Universität mit dem Tomatenfarbstoff Lycopin und holte sich einige Jahre später weiteres Forschungsmaterial an der Universität von North Carolina bei Prof. Dr. Steven Zeisel.
Im Mittelpunkt aber steht bei der Tomate der rote Farbstoff, das Bioflavonoid Lycopin aus der Gruppe der Carotinoide. Lycopin ist einer der stärksten und bekanntesten Radikalfänger, schützt den Körper vor hochaggressiven Umweltschadstoff-Molekül-Stücken und körpereigenem Stoffwechselmüll. Die freien Radikalen sind Molekül-Trümmer, die auf der Suche nach dem fehlenden Elektron die Wände von Zellen zerstören und die darin befindliche Erbinformation schädigen. Sie fördern damit das frühzeitige Alt- und Krankwerden. Lycopin bremst diese Vorgänge, indem es das gewünschte Elektron spendet. Lycopin kann sogar bereits vorhandene Zellschäden reparieren.
Lycopin kann aber noch eine sehr wichtige Aufgabe erfüllen: Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, die mit Nitratsalzen zubereitet wurde – wie etwa alles Geräucherte – dann nehmen wir Nitrat und Nitrite auf, die bei der Verarbeitung der Nahrung in krebserregende Nitrosamine verwandelt werden. Diesen Umwandlungsprozess kann Lycopin stoppen und verhindern. Aus Studien in den USA geht hervor, dass die stärkste Schutzwirkung von Lycopin in der Tomate zur Risikosenkung von Prostata-, Lungen- und Magenkrebs erwartet werden darf. Die am meisten beeindruckenden Studie wurden an Medical School der Harvard Universität in Boston, USA, gemacht.
Es gibt aber auch Hinweise, dass das Lycopin aus der Tomate vor der Augenkrankheit Makula-Degeneration schützen kann.
An der Universität von North Carolina hat Prof. Dr. Steven Zeisel nachgewiesen, dass das Lycopin aus der Tomate Herz und Kreislauf stärkt, eine frühzeitige Arteriosklerose bremst oder verhindert.
Nun aber kommt die entscheidende Erkenntnis, die auch an der deutschen Universität Hohenheim dokumentiert wurde:
• Wenn man die Vitamine und Mineralstoffe aus der Tomate nützen möchte, so sollte man sie roh verzehren.
• Will man aber die gigantischen Schutzmaßnahmen nützen, dann muss man wissen: Der rote Farbstoff Lycopin wirkt am besten, wenn die Tomate erhitzt und verarbeitet wurde. Am besten als Tomatenmark. Entscheidend dabei aber ist, dass es sich um Tomatenmark von vollkommen ausgereiften Tomaten handelt, denn nur dann konnte sich in der Frucht das Lycopin mit all ihren Wirkmechanismen entfalten.
Die gesundheitlichen Vorteile - aber auch die Gaumenfreude des Geschmackes - kann man nur dann erwarten, wenn es sich um sonnengereifte, süße dunkelrote Tomaten handelt.