Eine typische Situation am Arbeitsplatz, vor allem im Büro: Man hat lange vor dem Computer gearbeitet, ist viele Stunden hinter dem Schreibtisch gesessen. Oder aber morgens zuhause, wenn man erwacht und aus dem Bett steigt. Plötzlich sind sie da: unerträgliche Nackenschmerzen, die den Betroffenen oft stundenlang quälen. Die Frage ist: Wie entstehen diese Nackenschmerzen? Woher kommen sie? Es gibt dafür verschiedene Ursachen:
• An erster Stelle stehen Muskelverspannungen durch eine monotone Körperhaltung am Schreibtisch, an einer Arbeits-Maschine oder im Auto. Die Nackenmuskeln ermüden, verhärten und verspannen sich. Die ganze Last liegt nun auf den Halswirbel-Knochen und ihren Bandscheiben. Dabei werden sehr oft Nerven eingeklemmt. Besonders gravierend wird das, wenn an dieser Stelle bereits eine Arthrose - ein Gelenks-Verschleiß - vorhanden ist.
• Nerven können in der Nackenwirbelsäule eingeklemmt werden, weil sich die Wirbelkörper und Bandscheiben durch zunehmendes Alter verändert haben. Sie können austrocknen und ihr Volumen verändern. Dadurch werden die Zwischenräume zwischen den Wirbelknochen kleiner. Und da hier Nervenwurzel austreten, kann ein Bandscheiben-Vorfall entstehen.
• Nackenschmerzen - vor allem am Morgen - können aber auch daher rühren, dass der Betroffene zuhause nachts auf einer zu alten, abgenützten Matratze liegt oder seinen Kopf auf einem zu hohen Kissen oder auf mehreren Kissen bettet.
• Nackenschmerzen können auch von einem Unfall stammen. Wenn sich die Schmerzen beim Essen verstärken, kann es sich um eine Erkrankung der Speiseröhre handeln. Wenn sie sich bis in die Arme fortsetzen, kann es eine Erkrankung der Wirbelsäule sein, oder ein Schlaganfall kündigt sich an. Entsteht bei Nackenschmerzen ein Druck in der Brust, kann es ein Problem am Herzen geben. Umgekehrt aber können starke Verspannungen im Nacken auf Grund von eingeklemmten Nerven Harninkontinenz auslösen. Daher sollte man in jedem Fall mit Nackenschmerzen, die länger als 5 Tage andauern, immer zum Arzt. Halten Sie sich immer vor Augen: Wenn Sie nichts gegen Nacken-Schmerzen unternehmen, kann es zu einer schweren Nervenreizung oder zu einer Nervenentzündung kommen.
Was kann man gegen harmlose Nackenschmerzen tun? Hier ein paar Anregungen:
• Erstes Gebot: Bitte nehmen Sie keine Schmerz-Medikamente.
• Massieren Sie den Nacken sanft mit einem Luffa-Handschuh (Drogerie).
• Setzen Sie sich einige Minuten mit hoch erhobenem Haupt auf einen Stuhl. Wichtig ist dabei die aufrechte Körperhaltung. Heben und senken Sie dabei langsam beide Schultern gleichzeitig.
• Lassen Sie - nicht zu nahe- die warme Luft aus einem Haarfön auf den Nacken auftreffen. Oder legen Sie ein erwärmtes Frottee-Tuch in den Nacken.
• Schlafen Sie nachts auf einem Gesundheits-Kissen und denken Sie daran: Nach 7 Jahren brauchen Sie eine neue Matratze.
• Auch Einreibungen am Nacken mit asiatischem Tigerbalm , mit Propolis-Salbe aus dem Bienenstock oder Franzbranntwein (Apotheke) können helfen.
• Machen Sie eine 8-Wochen-Kur mit einem Basenpulver ( Apotheke, Reformhaus), damit sie einer Übersäuerung des Körpers entgegenwirken. Ein übersäuertes Milieu im Körper fördert Nackenschmerzen. Essen Sie viel Obst und Gemüse, sparen Sie einige Zeit mit Fleisch und Süßem. Die Säuren liefern die Fleischermeister, der Zuckerbäcker und der Stress, die Basen liefert der Obst- und Gemüsehändler.
• Achten Sie in der Ernährung auf die Zufuhr von Vitamin E. Sie holen es sich aus Weizenkeimen, Weizenkeimöl, Vollkornbrot, Vollkornteigwaren, aus Walnüssen und Wurzelgemüse.