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Verwöhn-Bäder

Sich in der warmen Wanne aalen, während draußen der Regen an die Scheiben trommelt - herrlich! Wenn Sie so richtig durchgefroren sind, glüht Sie ein Bad garantiert wieder durch.Traditioneller Auftakt ist ein Peeling mit gemahlenen Gewürzen.

Einen ähnlichen Effekt hat eine Dusche, bei der Sie sich tüchtig mit einem Luffa-Handschuh abrubbeln. Danach heißt es: abtauchen ins Ingwerbad! Das in der Knolle enthaltene scharfe Öl Gingerol feuert intensiv die Durchblutung an. Hinterher von Kopf bis Fuß mit einer Ingwercreme oder einem exotischen Massageöl einreiben.

Wenn Ihnen das trübe Wetter auf die Stimmung schlägt, ist ein karibisches Badefest genau das Richtige für Sie. 2 Esslöffel Avocadoöl und 1/2 Becher Obers in die leere Wanne geben, dann Wasser einlassen.
Während des Badens den Körper sanft mit einem Seidenschwamm massieren. Die Papaya schmeckt nicht nur toll nach Sonne, sondern heilt durch den Botenstoff Serotonin auch die Stimmung auf. Zum Schluss mit Feuchtigkeit spendender Mangobutter eincremen!

Rosen-Essenzen sind ein echter Geheimtipp für streichelzarte, rosige Haut, denn sie stimulieren mit einem Mix aus Apfel-, Bernstein- und Weinsäure Durchblutung und Zellerneuerung.
Auch der Seele tun Rosenbäder gut: Das ätherische Öl enthält den Wirkstoff Phenylethylamin, der zärtlich stimmt und wie eine liebevolle Umarmung wirkt. Nach dem Baden am besten noch ein paar Tropfen Rosenparfüm auftupfen.

Genießen Sie das feine Prickeln, während eine Schlammpackung eine Weile auf Ihrer Haut einwirkt. Spüren Sie den heißen Wasserstrahl, der die Paste gemeinsam mit Talg, losen Hornschüppchen und Alltagshektik im Abfluss verschwinden lässt.
So porentief gereinigt geht's in ein Bad mit einem kostbaren Öl, danach reine Sheabutter in die Haut kneten und die Füße massieren.

Vitalisierend wirken Bäder mit Meerwasser. Sie versorgen den Körper mit einer Extraportion Magnesium, das innerhalb weniger Minuten für ein angenehmes Relax-Gefühl sorgt. Gleichzeitig wirkt Meersalz festigend auf das Bindegewebe, denn es entzieht ihm eingelagertes Wasser, das an der Hautoberfläche als Feuchtigkeit gebunden wird.

Damit es in Ihrer Wanne braust wie die Brandung am Meer: einfach eine Sprudelmatte in die Wanne legen. Lauter Luftbläschen perlen über Ihre Haut, während Sie sich entspannen.
Zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten empfiehlt sich auch die vielzitierte "Oase Bad". So sollte man morgens eine Wechseldusche absolvieren: 30 Sekunden wann, 5 Sekunden kalt.

Am Abend vor dem Schlafengehen ein warmes Vollbad mit ätherischen Ölen oder einem Erkältungsbadezusatz! Dazu natürlich Vitamin C, Tees, regelmässige Spaziergänge ...
Auf diese Art und Weise sollte man - zumindest einigermassen - gewappnet sein. Das Bad hat aber noch andere Vorzüge für"Leib und Seele", dass weiss man schon seit dem Altertum.

Bereits 400 v. Chr. hatte der berühmte griechische Arzt Hippokrates die Behandlung mit Wasser empfohlen. Einen ersten Höhepunkt erreichte die Badekultur und damit verbunden das Kurbaden zu Zeiten der Römer.
Im vorigen Jahrhundert perfektionierte Sebastian Kneipp, ein in Deutschland lebender katholischer Geistlicher und Naturheiler, die Nutzung des Wassers als Heilmittel.

Heute, wo natürliche Heilkräfte besonders geschätzt werden, ist "Gesundbaden" mehr denn je "en Vogue", auch der Wellness-Trend ist in diesem Zusammenhang nicht zu übersehen. Um die wunderbare Wirkung von Wasser geniessen zu können, ist es mitunter gar nicht notwendig, auf Kur zu fahren.
Denn "gewusst wie" lässt sich auch das eigene Badezimmer als Gesund- und Jungbrunnen nutzen, in der Körper und Seele - gerade in der kalten Jahreszeit - neue Kraft schöpfen.

So können dem Warmbad beispielsweise zusätzliche Heil- und Pflegemittel beigegeben werden, wodurch sich gezielte Therapien vornehmen lassen. Apotheken und Drogerien bieten eine Reihe fertiger Kräuterbäder an. Wichtig dabei: Öle und andere Badezusätze nie mit Reinigungspräparaten mischen!

Entspannend und beruhigend wirken Bäder mit Melisse, Baldrian und Lavendel. Setzt man dem warmen Bad Fichtennadelöl bei, so hat man einen idealen Muntermacher nach der Arbeit.
Da die ätherischen Öle auch schleimlösend sind, wirkt ein lauwarmes Fichtennadelbad auch bei Erkältungen oft "Wunder". Bei Hautproblemen kann man ein Kamillenbad einsetzen, während man mit einem Molkebad sehenswerte Ergebnisse für einen guten Teint erzielt.
Heublurnen- und Rosmarienbäder wer den bei niederem Blutdruck eingesetzt, Baldrian, Hopfen, Melisse, Kamille oder Lavendel helfen bei Einschlafstörungen.

Und wo werden diese Badezusätze am besten verwendet? Natürlich in anatomisch geformten Wannen, die ein zusätzliches Plus für die Erholung darstellen. Das Luftperlbad, auch "Whirlpool-Bad" genannt, erweitert die Blutkapillaren. Dadurch wird das Herz entlastet und der Pulsschlag geht langsamer, Kreislauf und Muskeln können sich entspannen.
Auch solcher Luxus lässt sich im eigenen Heim geniessen, denn "Whirlpool"Systeme gibt es beim Installateur in jeder gewünschten Wannengrösse.

So angenehm Vollbäder auch sein können, sie belasten den Kreislauf. Bei Herz- und Kreislaufproblemen sollte man daher die Wanne nur zu 3/4 bzw. zur Hälfte füllen.
Auch empfiehlt es sich, eine Wassertemperatur zwischen 35' C und 37' C - am besten mittels Thermostatarmatur - zu wählen und - so angenehm es auch sein mag - das Badewasser schon nach 10 bis 20 Minuten langsam abzulassen. Erst nach einer Abkühlungsphase sollte man dann langsam aufstehen.
Eine heisse Dusche hilft bei Verspannungen, Rheuma, Einschlafstörungen und Stress. Auch eine warme Dusche sollte in jedem Fall mit einer kalten Schlussphase beendet werden. Das erweitert die Gefässe und entspannt zusätzlich. Bei Einschlafstörungen wirkt eine kurze, kalte Komplettdusche, nach der man sich am besten sofort ins Bett begibt.

Auch gegen Kopfschmerzen weiss der erfahrene Heim-Kneiper einen Rat: Warmes Duschen des Nackens und dazwischen immer 5 bis 10 Sekunden ein kalter Duschstrahl ins Gesicht wirken hier Wunder. Die Wirkung der Dusche lässt sich noch durch Massagedüsen verstärken.

Für Wechselduschen ideal sind Einhandarmaturen, da sich die Wassertemperatur rasch und einfach ändern lösst. Probleme können Massagedusche und Einhandarmatur unter Umständen bei der Warmwasserbereitung durch eine Therme bereiten. Sie verringern nämlich den Wasserdruck, sodass mitunter die Thenne nicht anspringt. Der Installateur weiss aber hier Abhilfe.

Damit Ihnen das Bad auch wirklich gut tut, sollten Sie folgende Regeln einhalten: Klären Sie mit Ihrem Arzt vorher ab, ob, wie lange, wie heiss und womit Sie baden dürfen. Vorsicht vor allem, wenn Sie schwanger sind, Venenprobleme und zu hohen Blutdruck haben oder unter Herzschwäche/ Herzinfarkt leiden.
Generell gilt: Das Wasser sollte maximal 38 Grad warm sein, die Badezeit nicht mehr als 20 Minuten. Baden Sie nie mit vollem Magen und wenn Sie müde sind (Einschlafgefahr!). Damit die Kräuter nachwirken können, danach möglichst eine Stunde ruhen.

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