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Blüten & Kräuter am Speiseplan
Löwenzahn, Brennessel und Gänseblümchen kennt jeder. Lecker sind aber auch Vogelmiere, Wegwarte, Melde, Malve, Hirtentäschel, Bärenklau und Brunnenkresse. Schmackhaft sind auch Blüten wie Taubnessel, Schafgarbe oder Stiefmütterchen.

Junge Lindenblätter sind eine wahre Delikatesse, das gleiche gilt für Huflattich- und Gänseblümchenblüten.
Wer Wildkräuter in der Küche verwenden will, sollte sie nicht mitkochen. Denn sonst verlieren sie den größten Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wie Enzyme und Vitamine.

Man kann Wildkräuter kleingeschnitten in Topfen einrühren, lecker schmecken sie auch als Salat mit Avocado, Olivenöl und eventuell einer zerdrückten Knoblauchzehe.
Der Salat kann auch nur aus Löwenzahn zubereitet werden, mit einigen Huflattichblüten und Gänseblümchen als Garnitur. Ebenso lassen sich Wildkräuter unter Kartoffelpüree oder Reis mischen, dadurch wertet man diese Gerichte geschmacklich und gesundheitlich auf.

Gefüllte Zucchiniblüten

8–12 große Zucchiniblüten, 200 g Hüttenkäse, 100 g Frischkäse, 1 Tasse frische Kräuter (z. B. Schnittlauch, Kerbel, Zitronenmelisse, Oregano) fein gehackt, Kräutersalz, Pfeffer
Die Blüten gründlich waschen und die Stempel herausbrechen. Hüttenkäse, Frischkäse und Kräuter gut vermischen, mit Kräutersalz und Pfeffer kräftig würzen. Die Füllung mit einem Teelöffel in das Innere der Blüten drücken. Blütenblätter leicht zusammendrehen, um die Blüten zu verschließen. Dazu Vollkornbrot mit Butter.

Wer Löwenzahn von der Wiese sammelt, soll dabei beachten, dass nur die kleinen Blätter gepflückt werden, die großen sind bitter. Wenn der Löwenzahn blüht, sind die Blätter ungenießbar.
Wichtig ist, dass der Löwenzahn nur von ungedüngten Wiesen als Salat serviert wird. Grüner, gekaufter sowie der gebleicht erhältliche Löwenzahn sind hingegen problemlos zu geniessen.

Salat mit Gänseblümchen und Löwenzahn

Blattsalate, Frisee, Feldsalat (je 1 Handvoll), 15–20 Gänseblümchen, 10 Blätter Löwenzahn
Salate putzen, waschen und auf einem flachen Teller anordnen. 150 g Speck in kleine Würfel schneiden und ganz kross anbraten. Beiseite stellen.
Aus 50 ml Geflügelbrühe, 5 EL Obstessig, 50 ml Sonnenblumenöl, 30 ml Traubenkernöl, 1 TL Zucker , 1/2 TL Senf, Salz, Pfeffer, 1 TL geriebener Parmesan eine Vinaigrette rühren. Diese über die Salate geben.
Obenauf die Gänseblümchen und die Speckwürfel streuen.

Frühlingssalat

1 bis 3 Eßlöffel Zitronensaft, 1 Prise Salz, 1 Messerspitze Pfeffer, Schnittlauch geschnitten. Mit Schneebesen gut verrühren, 3 Eßlöffel Mayonnaise, 1 Eßlöffel Joghurt nature, 1 Eßlöffel Olivenöl beigeben, gut rühren.
150 g Löwenzahn mit der Sauce vermischen, zehn Minuten ziehen lassen, 100 g Kresse beigeben und sofort servieren. Tipp: mit gekochten Eiern garnieren.

Bärlauch - nicht nur bei Feinschmeckern begehrt

Kräuterkenner schätzen die Heilwirkung dieses Frühlingsboten. Durch seine desinfizierende Wirkung im Darmbereich eignet er sich hervorragend zu einer Reinigungs- und Regenerationskur im Frühjahr.
Bärlauch wirkt antibakteriell, harntreibend, entblähend und verdauungsfördernd und lindert chronische Hautausschläge. Der Eisengehalt des Bärlauchs übertrifft den des Knoblauchs, und auch wichtige Spurenelemente wie Magnesium und Mangan sind in höherer Konzentration enthalten. Bärlauch senkt außerdem Blutdruck und wirkt der Entwicklung von Arteriosklerose entgegen.

Bärlauch kann anstelle von Knoblauch und Zwiebeln verwendet werden, da er besser verträglich ist. Bärlauch verliert jedoch beim Trocknen, Einlegen oder Gefrieren seinen einzigartigen Geschmack. Er sollte daher nur frisch verwendet werden.
Die Blätter werden kleingeschnitten aufs Butterbrot gelegt, fein gehackt als Würze in Topfen-Aufstrichen, Salatsoßen, in die Suppe, auf Kartoffeln, in Knödel und alle Speisen gegeben, die man ansonsten mit Petersilie verbessert.

Bärlauch kann auch wie Spinat schonend gedünstet werden oder in Quiche- und pikanten Strudelfüllungen für mehr Geschmack sorgen.
Übrigens: Der Knoblauchgeruch verschwindet bei Bärlauch viel schneller als bei Knoblauch!

Bärlauchsuppe mit Croutons

15 dag Bärlauch, 1 mittelgroße Zwiebel, 25 dag mehlige Erdäpfel, 3 EL Butterschmalz, Suppe, etwas Obers, Salz, Pfeffer, ein paar Scheiben Schwarzbrot
Den Bärlauch waschen, die Blätter grob zerschneiden. Die Zwiebel schälen und kleinwürfelig schneiden, die Erdäpfeln waschen, schälen und ebenfalls klein würfeln.

1 EL Butterschmalz zerlassen und die Zwiebel darin glasig werden lassen. Bärlauch und Erdäpfeln zufügen, durchrühren und mit der Suppe aufgießen. Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Dann die Suppe mit dem Mixstab pürieren, Obers unterziehen und abschmecken. Für die Croutons das Brot in Würfeln schneiden und im restlichen Butterschmalz rösten.
Vor dem Servieren die Croutons und ein etwas feingehackte Bärlauchblätter über die Suppe streuen.



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