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Sauer macht lustig ...
denn Apfelessig eignet sich nicht nur zum Würzen von Salaten und anderen Speisen, sondern wird auch wegen seiner vitalisierenden Eigenschaften sehr geschätzt. Schon zu Großmutters Zeiten schätzte man aus diesem Grund ein Getränk aus Apfelessig, Wasser und Honig.

Die Bereitung von Essig aus vergorenen alkoholischen Getränken, insbesondere Wein, war bereits im Altertum bekannt. Bis zum frühen Mittelalter wurde Essig haushaltsmäßig durch Stehenlassen von Wein oder Bier in offenen Gefäßen hergestellt. Er wurde beim Würzen und Konservieren von Speisen, aber auch als Erfrischungsgetränk sehr geschätzt.

Klarer Apfelessig wird im Gegensatz zum naturtrüben oft zu stark gefiltert und destilliert. So sieht das Produkt zwar ansehnlicher aus, enthält dadurch aber viel weniger der wichtigen Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Säure ist ausschließlich naturvergoren. Der Säuregehalt beträgt dabei 5 %.

Apfelessig ist vielseitig anwendbar: Zum einen kann er natürlich in der Küche angewendet werden, zum anderen ist er auch aufgrund seiner vitalisierenden Eigenschaften zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens geeignet. Äußerlich angewandt ist Apfelessig auch seit langem als natürliches Körperpflegemittel beliebt und wird wegen seiner erfrischenden, belebenden Wirkung geschätzt.

Besonders bei Entschlackungskuren und Diäten wird dem Apfelessig eine unterstützende Wirkung nachgesagt, der dabei helfen soll den Körper zu entschlacken.
Aus zwei Teelöffeln Apfelessig, zwei Teelöffeln Honig und Wasser besteht sie, die typische Mixtur, die gegen alles Übel helfen soll. Wer sich das nicht zumuten will, kann den Essig inzwischen auch in Kapseln gepreßt oder als fertige Getränkemischung kaufen.

Innerlich und/oder äußerlich angewendet soll Apfelessig helfen, eine Vielzahl von Beschwerden (Asthma, erhöhte Blutfettwerte, Hämorrhoiden, Fußpilz usw.) zu lindern oder gar zu beseitigen.
Zur äußerlichen Anwendung wird Apfelessig z.B. empfohlen bei Hautausschlägen und Insektenstichen, aber auch bei Brandwunden, Prellungen und anderen kleinen Verletzungen.
Innerlich angewandt soll es die Abwehrkräfte stärken, Verdauungsstörungen beheben, Hals-und Gelenkschmerzen lindern und sogar Übergewicht bekämpfen.

Sehr häufig ist zu hören, dass Apfelessig in der Lage sei, "Körperfett zu schmelzen" und damit zur Erreichung des Traumgewichtes beitrage. Schön wäre es! Die Gewichtsreduktion ist wohl eher auf eine Ernährungsumstellung zurückzuführen als auf den täglichen Drink Apfelessig.
Ein Teil der gesundheitsfördernden Wirkungen des Essigs wird der Essigsäure zugeschrieben. Tatsächlich regt Essig auch die Produktion von Speichel, Magensäure und Verdauungssäften an. Personen, die an einem Mangel an Magensäure leiden, verspüren nach dem Essen häufig ein Völlegefühl, das durch die Essigsäure gemindert werden kann.

Die Säure soll im Dünndarm außerdem kurzzeitig ein saures Milieu erzeugen, das z.B. die Eisenaufnahme verbessert. Das erscheint aber zweifelhaft, da die Säure schon im Dünndarm neutralisiert wird und damit wirkungslos ist.
Die tägliche Ration Apfelessig nützt herzlich wenig, allerdings schadet sie auch nicht. Wer täglich seinen Essig trinken möchte, kann dies ruhig tun, denn bei normalem Verzehr treten keine Unverträglichkeiten auf.

Die positiven Effekte des Apfelessigs werden vor allem den wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen zugeschrieben: Analysen zeigen, dass der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen im Vergleich zum Apfel gering sind:
10 g Apfelessig (entsprechend zwei Teelöffeln Essig) enthalten beispielsweise nur 10 mg Kalium, 0,001 mg ß-Carotin und 0,06 mg Eisen. Ein mittelgroßer Apfel liefert dagegen 187 mg Kalium, 0,034 mg ß-Carotin und 0,62 mg Eisen. Zusätzlich kann er noch mit Vitamin C aufwarten, dass der Essig gar nicht enthält.



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