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Weg mit dem Bauchfett
Forscher an der schottischen Universität von Glasgow haben herausgefunden, dass der Umfang der Taille zu ca. 98 % den Körpermasse-Index widerspiegelt.

Daher die Warnung der schottischen Wissenschaftler: "Frauen mit 80 und Männer mit 94 Zentimeter Taillenumfang sollten versuchen, nicht weiter zuzunehmen. Frauen mit einem Taillenumfang von 88 Zentimeter und Männer mit 102 Zentimeter sollten ihr Gewicht reduzieren.

Gesundheitsrisiko Bauchfett

Das Bauchfett und der Bauchumfang sagen viel über das Krankheitsrisiko eines Patienten aus. Der Taillen-Umfang spielt eine größere Rolle als der BMI. Männer mit mehr als 1 Meter und Frauen mit mehr als 0,90 Meter Bauchumfang sind Risikopatienten.

Das Fett im Bauchraum hat eine komplett andere Zusammensetzung als an anderen Körperstellen wie etwa am Gesäß oder an den Oberschenkeln. 2 Zentimeter weniger Bauchumfang haben mehr Bedeutung für die Gesundheit als 2 Kilo weniger Gesamtkörpergewicht. Das Bauchfett ist ungeheuer stoffwechselaktiv.
Es werden mehr Fettsäuren als an einer anderen Körperstelle freigesetzt und in der Leber in Blutfette - also in Cholesterin - umgebaut. Das Bauchfett attackiert auch direkt die Bauchspeicheldrüse und macht ihr viel Stress.

Dagegen sind die Fettpolster an Oberschenkeln und an den Armen sowie im Gesicht aus medizinischer Sicht harmlos. Es handelt sich dabei um Depotfett. Es ist eigentlich vom Organismus als Reserve für schlechte Zeiten angesammelt worden. Es beeinflusst die entscheidenden medizinischen Werte in keiner Weise.

Reduzierung des Bauchumfangs

Eine einfache Methode, den Bauchspeck wegzubekommen, ist das flotte, zügige Wandern, heute vielfach Power Walking genannt. Gehen Sie gezielt und flott etwa eine Stunde, mindestens aber 35 bis 45 Minuten.
Die Fettverbrennung im Körper beginnt erst ab 30 Minuten, arbeitet aber auch dann noch einige Stunden weiter. Wichtig ist, dass man beim Walking nicht außer Atem kommt. Man muss das Tempo dem persönlichen Atemvermögen anpassen.

Auch Radfahren, Joggen, Schwimmen oder die Benutzung eines Hometrainers sind empfehlenswert. Dreimal wöchentlich sollte hier die Regel sein. Man spricht hier von einer sogenannten aeroben Belastung.
Das bedeutet: Die sportliche Belastung muss so gewählt werden, dass man gerade leicht ins Schwitzen kommt, aber sich noch in kurzen Sätzen unterhalten kann und keinesfalls nach Atem ringen muss. Es ist wichtig, dass der Körper für seine Bewegung immer genügend Sauerstoff zur Verfügung hat.

Sinnvoll ist es oftmals am Tag zwischendurch im Sitzen oder im Stehen einfach die Bauch- und Sitz-Muskeln anzuspannen und wieder loszulassen. Die Übung muss jeweils 20 Mal durchgeführt werden.
Man sollte dabei die Muskeln 2 bis 3 Sekunden in Spannung halten und dann wieder loslassen. Beim Anspannen einatmen, beim Lockerlassen Ausatmen. Man nennt das auch Bauchschnellen.

Die klassische Übung gegen das Bauchfett sind die sogenannten Sit-Ups. Man legt sich in Rückenlage auf den Boden, bettet die Unterschenkel auf die Sitzfläche eines Stuhles, so dass Unter- und Oberschenkel einen rechten Winkel bilden.
Dann verzahnt man die Finger beider Hände im Nacken und hebt nun den Oberkörper gerade oder seitlich nach oben an.

Eine einfache Idee: Stellen Sie Ihr Zimmerfahrrad, Trimm-Rad direkt vor den Fernseh-Apparat. Und treten Sie beim Fernschauen in die Pedale. Stehen Sie zwischendurch auf, gehen Sie im Raum herum.

Ernährungsumstellung

Streichen Sie in ihrem täglichen Speiseplan tierische Fette, reduzieren Sie überhaupt das Fett. Vorsicht vor den versteckten Fetten in Wurst und Käse. Zucker reduzieren oder ganz streichen.
Viel frisches Obst, rohes sowie schonend zubereitetes Gemüse. Pflanzliche Öle einsetzen: Olivenöl, Rapsöl usw. Vollkorngetreide, fettarme Milchprodukte sollten verwendet werden.
Viel Wasser trinken, damit Stoffwechsel-Schlacken und gelöste Fette abtransportiert werden können. Vitamin C aus der Nahrung ist empfehlenswert, da es die Fettverbrennung im Körper unterstützt.

Essen Sie gerade beim Fernsehen Obst. Damit tanken Sie Vitamine, Mineralstoffe, aber auch Ballaststoffe. Es ist auch gesund, wenn Sie rohes Gemüse knabbern: In Streifen geschnittene Paprikaschoten, Tomaten, Radieschen, Gurkenscheiben. Eine weitere gesunde Knabberei sind Son-nenblumenkerne, Kürbiskerne oder Sesamkerne. Sie liefern Eisen und Magnesium.

Knabbern Sie - wegen der Kalorien in Maßen - Walnüsse und Haselnüsse. Sie sind Gehirnnahrung, machen geistig fit. Man ermüdet vor dem TV-Gerät nicht so schnell. Wenn Sie es gern süß haben, dann kauen Sie anstelle einer Torte Trockenfrüchte: Datteln, Feigen, Apfelrin-ge, Dörrpflaumen. Sie liefern reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente.

Wenn Sie Durst haben, dann greifen Sie zu einem ungesüßten Kräutertee oder zu Mineralwasser. Da tanken Sie vollkommen kalorienfrei. Keinen Alkohol. Ein ganz wichtiges Gebot: Nehmen Sie während des Fernsehens niemals eine Hauptmahlzeit ein. Je spannender der Film, desto mehr verliert man den Überblick, was man da alles wirklich isst.

Die Erklärung dafür: Überschüssiges schädliches Fett lagert sich bevorzugt in der Körpermitte ab.


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