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Schluss mit Stubenhocken
Zuwenig Zeit, keine Lust, das Wetter ist nicht schön … Gründe fürs Nichtstun gibt es genug. Bauen Sie doch Ihr Fitnessprogramm in den Tagesablauf ein. Das kostet weniger Zeit, spart Geld und ist eine phantastische Möglichkeit, den "inneren Schweinehund“ zu überwinden.

Es muss zum Beispiel nicht gleich Tennis, Joggen oder Aerobic sein – bewegen Sie sich doch mal in Ihrer eigenen Umgebung. Jeden Tag ein kleiner Spaziergang baut Stress ab und macht fit.
Das kleinste Fitnessgerät der Welt ist das Springseil: Bereits fünf Minuten tägliches Hüpfen trainieren Herz und Lunge so intensiv wie eine halbe Stunde Joggen. Seilspringen strafft zudem Arme, Bauch und Po nachhaltig.

Sanfte Fitness von fernöstlichen Entspannungsübungen wie Shiatsu und Yoga über Fitness- und Wellness-Training bis zu Tanz und Atmungsübungen werden ebenfalls vermehrt angeboten und helfen, der Alltagshektik zu entkommen. Tabu sind Stress und Leistungsdruck.
Starten Sie mit einem kleinen Muskelaufbau-Programm gleich morgens im Bett. Auf dem Rücken – ohne Kopfkissen – tief einatmen, dabei den rechten Arm hinter dem Kopf fest nach oben, das rechte Bein nach unten strecken und Ferse anziehen. Zehn Sekunden Spannung, ausatmen und mit links wiederholen. Tolle Übung für eine lockere Wirbelsäule.

Während des Zähneputzens, stellen Sie sich mal auf die Zehenspitzen. Den Rücken gerade halten, Po anspannen und schnell 15mal auf und ab wippen. Kurze Pause und nochmals wiederholen. Kräftigt die Wadenmuskulatur, beugt Venenproblemen und Krampfadern vor.
Während Sie auf den Bus warten, können Sie ebenfalls ganz unauffällig etwas für Ihren Körper tun. Rücken gerade halten, Bauch leicht einziehen, Schultern etwas zurück, Kinn leicht senken und die Halswirbelsäule dehnen.

Ein paar Schritte gehen und dabei tief durchatmen. Oder im Stehen, bei geradem Rücken, immer wieder den Po einziehen und halten, dann entspannen.
Bauch-Programm am Computer: Die Unterarme neben die Tastatur legen, die Füße so weit wie möglich anheben, Kraft aus dem Bauch holen. Bis fünf zählen, wieder absetzen. Öfters am Tag wiederholen, dann wird Schlaffes schnell wieder straff.

Das gilt auch für die Beine: Füße auf dem Boden grätschen und nur die Oberschenkel zehn Sekunden fest gegen eine unsichtbare Mauer nach innen pressen.
Danach Füße zusammenstellen und Schenkel kräftig gegen zwei „Mauern“ auseinanderdrücken. Und auch wenn der Lift noch so lockt: Kondition und tolle Beine bringt Treppensteigen.

Fitness-Formel Cross-Training

Sie wollten schon immer mal Sport treiben, ständig nur schwimmen, Gewichte stemmen war Ihnen einfach zu langweilig? Dann kommt das Cross-Training genau richtig.
Dahinter verbirgt sich ein vielseitiges, ausbalanciertes und täglich wechselndes Training. Die Zahl der Sehnen-, Gelenk- und Muskelschäden nimmt durch einseitige Belastungen sehr stark zu.

Beim Cross-Training werden täglich andere Muskel- und Sehnengruppen aktiviert, die sich am nächsten Tag wieder regenerieren können. Untersuchungen zeigen, dass durch diese neue Trainingsart die Zahl der Sportverletzungen deutlich zurückgegangen ist.
Zu dem vielseitigen Trainingsprogramm gehört alles, was das Fitness-Herz begehrt: Joggen, Walken, Tennis, Gymnastik. Heute radeln, morgen schwimmen, übermorgen Gewichte stemmen.

Jeder kann sein Sportprogramm nach individuellen Bedürfnissen und Vorlieben zusammenstellen. Wen die Zeit drängt, der macht ein Kurzprogramm, wer mehr Zeit hat, trainiert eben entsprechend länger.
Falls Sie ein Morgenmensch sind und mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen aufstehen, prima: Zehn Minuten Gymnastik am offenen Fenster. Abends sollte es dann richtig zur Sache gehen. Eine viertel oder halbe Stunde radeln oder joggen und Sie haben für den Tag Ihr Pensum geschafft.

Jeden Tag 30 Minuten wären zwar hervorragend, aber in der Regel kaum zu schaffen. Deshalb: keine unerreichbaren Ziele stecken. Lieber dreimal pro Woche eine halbe Stunde richtig trainieren, anstatt jeden Tag nur halbherzig. Bei aller Sportbegeisterung sollten Sie folgende Aspekte beachten:

Bevor Sie loslegen, lassen Sie sich erst von Ihrem Arzt durchchecken. Er sagt Ihnen, ob Sie körperlich in Ordnung sind. Gegebenenfalls sagt er Ihnen auch, welche Sportarten für Sie nicht in Frage kommen.
Vor Trainingsbeginn das Aufwärmen nicht vergessen. Das ist äußerst wichtig, um sämtliche Muskeln und Sehnen auf die bevorstehende Anstrengung vorzubereiten. Sonst drohen Verletzungen.

Wird von vielen ebenfalls vernachlässigt: das cooling down. Gemeint ist das langsame Ausklingenlassen der Trainingseinheit. Wer zu schnell aufhört, riskiert Kreislaufprobleme.
Regelmäßig üben: mehr als 48 Stunden sollten zwischen zwei Trainingstagen nicht liegen, sonst hat Ihr Körper das Gefühl, Sie beginnen von vorne, wenn Sie wieder loslegen.
Berücksichtigen Sie allerdings Ihre Alltagsbelastungen. An einem ohnehin anstrengenden Tag ist Ihre Belastbarkeit geringer. Darauf sollten Sie Rücksicht nehmen. Auch seelische Probleme zählen.

Wer lange keinen oder überhaupt noch nie Sport getrieben hat, sollte es zu Beginn langsam angehen lassen. Übertreibungen schaden nur. Nach zwei bis drei Wochen werden Sie die ersten Veränderungen bemerken.
Ihr Körper wird geschmeidiger, Kreislaufprobleine verschwinden, das Lungenvolumen steigt, Sie fühlen sich deutlich aktiver und lebendiger. Gehen Sie jedoch nie bis an die Schwelle Ihrer Belastbarkeit. Das schadet mehr und überfördert Herz und Kreislauf.

Zum Sport gehört auch eine vernünftige Ernährung. Obst, Gemüse und Salate gehören täglich auf den Tisch. Wichtig sind außerdem Kohlenhydrate. Sie liefern jene Energie, die den Motor des Körpers am Laufen hält. Greifen Sie deshalb ruhig zu bei Nudeln, Kartoffeln und Vollkornprodukten.



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