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Wer belohnt sich nicht gern am Arbeitsplatz oder zuhause zwischendurch mit einer Tasse Kaffee? Für Millionen Menschen ist es eine Art Lebenselixier. Manche brauchen ihn, um am Morgen in Schwung zu kommen. Andere wieder müssen nach dem Mittagessen ihren Kaffee haben, damit sie nicht müde werden. Wieder andere haben ihr Kaffee-Ritual am Nachmittag.
Bei vielen schwingt aber auch ein schlechtes Gewissen mit. Und mancher fragt sich: "Kann Kaffee der Gesundheit schaden oder nicht?" Denn man liest und hört immer wieder, dass Kaffe eine gesundheitliche Belastung für den Organismus sein soll. Wie steht es nun damit wirklich? Und wie gesund oder belastend ist das Mode-Kaffee-Getränk: Latte Macchiato - der Espresso mit aufgeschäumter Milch?
Viele Studien und Beobachtungen in der Medizin und Ernährungswissenschaft haben in den letzten Jahren ergeben, dass der Bohnenkaffee in Maßen getrunken keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Und dann darf man nicht vergessen: Der Kaffee zählt zu den Genüsse des Lebens. Und auch das Genießen allein schon ist ein wertvoller, nicht zu unterschätzender Beitrag für unsere seelische und körperliche Gesundheit.
Die Medizin hat sich da bei einem gesunden Menschen auf zwei bis vier Tassen pro Tag geeinigt. Wobei es zweifelsohne sinnvoll ist, zwischendurch einige Zeit auch wieder eine Kaffeepause einzulegen.
In Maßen genossen wird Kaffee auch bei Bluthochdruck nicht generell verboten. Bei etwa drei Tassen Bohnenkaffee am Tag wird ein bestehender Bluthochdruck nicht negativ beeinflußt. Das kann man erst ab fünf Tassen beobachten. Es wird auch keine Blutdruck-Krankheit ausgelöst. Allerdings hebt der Kaffeegenuß kurzfristig den Blutdruck an. Das müssen Risiko-Patienten wissen. Man muß da noch sagen: Jeder muß selbst genau beobachten, ob und wieviel Kaffee er verträgt. Wer viel Stress hat, viel raucht, er sollte nicht auch noch literweise den starken Kaffee in sich hineinleeren.
Sogar Herzkranke dürfen ein, zwei Tassen Kaffee am Tag trinken. Kaffee steigert die geistige Leistungsfähigkeit für einige Zeit. Er macht bei vielen Menschen Lust auf Liebe. Er kann depressive Stimmungen vertreiben. Er kann das Risiko für Darmkrebs und für Magengeschwüre senken. Kopfschmerzen können gelindert werden. Man kann mit Kaffee die Leistungsfähigkeit verbessern. Kaffee kann Muskelschmerzen lindern, das Risiko für Leberkrebs senken und er schützt vor Parkinson. Das Koffein kurbelt die Aktivität bestimmter Nervenzellen im Gehirn an. Alles aber immer nur aus der Sicht: Niemals mehr als vier Tassen pro Tag. Bei Menschen mit einem zu niedrigen Blutdruck, mit Kreislauf-Problemen und mit Durchblutungsstörungen im Gehirn wird Kaffee sogar als eine Arzt Arznei empfohlen.
Die Koffein-Empfindlichkeit kann sich im Laufe des Lebens auch ändern. Sehr oft, wenn man älter wird, wird man empfindlicher und kann dann auf Kaffee nicht schlafen. Wenn man den Kaffee besser verträglich machen will, dann sollte man nicht Milch, sondern Kaffeesahne beigeben. Der Kaffee kann nämlich nur ab einem gewissen Fett-Gehalt entschärft werden. Die normale Milch bremst den Abbau des Koffeins. Die Röststoffe können länger auf die Magenschleimhaut einwirken. Hingegen hat die aufgeschäumte Milch diese Eigenschaft nicht. Sie bremst nicht die Passage des Kaffees. Das macht den Latte Macchiato einfach besser verträglich.
Wenn Sie etwas zuviel Alkohol getrunken haben, dann glauben Sie ja nicht, dass eine Tasse mit starkem Bohnenkaffee Sie schneller wieder nüchtern macht. Im Gegenteil: Der Kaffee verstärkt die Aufnahme des Alkohols im Blut. Wenn Sie nach dem Kaffee-Genuss Herzrasen und Kopfschmerzen bekommen, nervös sind, zittern und Magenbeschwerden haben, dann sollten Sie weniger trinken oder einige Zeit ganz aufhören.
Bohnenkaffee am morgen ist nur ein guter Wachmacher, wenn man etwas dazu isst. Wenn man nur ein bis zwei Tassen hinuntertrinkt, dann passiert das Gegenteil. man wird bald sehr müde. Weil der Kaffee allein die Gefäße verengt und damit die Blut- und Sauerstoff-Zufuhr ins Gehirn bremst.
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