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Seit dem Jahr 1990 wählt alljährlich der Verband der Heilkräuterfreunde Deutschlands die Heilpflanze des Jahres. Für 2008 ist es der Lavendel. Damit soll die Bedeutung der Pflanzen in der Medizin und ihre phamazeutische Nutzung im Allgmeinen und 2008 die Bedeutung des Lavendels besonders betont und gewürdigt werden.
Viele wissen, daß die blauen Lavendelblüten gut riechen. Früher hat man getrocknete Lavendelsträußchen in den Kasten gelegt, damit die Wäsche angenehm gerochen hat. Das machen viele auch heute noch.
Doch: Lavendel kann viel mehr als gut riechen. Lavendel ist wertvoll für unsere Gesundheit. Diese Tatsache war für Prof. Bankhofer ausschlaggebend, dass er die Heilpflanze Lavendel im ARD-Morgenmagazin und in seinem deutschen Medizin-Magazin "Spektrum Gesundheit" vorstellte.
Bereits in der Antike hat man erkannt, dass Lavendel über gewisse Heilkräfte verfügt, dass er beruhigt und desinfiziert. Die Römer haben der Heilpflanze ja auch den Namen gegeben. Da Frauen und Männer Lavendelessenz dem Badewasser beigegeben haben, und Waschen lateinisch lavare bedeutet, so entstand daraus die Bezeichnung Lavendel.
Welche Inhaltsstoffe machen die Lavendelblüten für die Naturmedizin so wertvoll ? Die Inhaltstoffe sind gut erforscht. Es gibt 200 Substanzen. Hier die beiden entscheidend wichtigsten:
- Lavendel-Blüten enthalten Linalyl-Azetat. Oft bis zu 45 Prozent. Das ist eine Heilsubstanz, auch für den Duft verantwortlich. Linalyl-Azentat beruhigt die Nerven, löst Verkrampfungen, entspannt, tröstet bei seelischen Tiefs, besänftigt, macht Mut, fördert die Ausschüttung des Hormons Serotonin für positives Denken.
- Lavendel-Blüten enthalten weiters Linalool. Diese Substanz ist ein Bakterien-Killer. Wirkt antispetisch,entzündungshemmend.
Man setzt Lavendel in verschiedenen Formen ein: als Lavendelöl aus der Apotheke oder als Tee. Der Lavendelblüten-Tee wird aus den getrockneten Blüten hergestellt. 1 gehäuter Teelöffel wird mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen, dann 8 Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchseihen. Man trinkt den Tee lauwarm mit etwas Honig gegen Nervosität, Schlafstörungen und Ängste.
Gegen Einschlafprobleme reibt man vor dem Zubettgehen die Schläfen mit Lavendel-Öl ein. Zusätzlich kann man ein paar Tropfen auf einen nassen Wattebauschen geben und den Duft aus der Luft einatmen. Oder man gibt ein paar Tropfen aufs Kopfkissen. Oder man füllt ein Leinensäckchen mit getrockneten Lavendelblüten und legt es neben das Kopfkissen.
Man kann mit Lavendeöl auch leichte rheumatische Schmerzen lindern. Man kann damit das Bindegewebe stärken. Man kann Streß abbauen. Man kann sich für den Freizeitsport ideal aufwärmen. Man kann Bauch- und Unterleibsschmerzen, wenn sie keine gefährliche Ursache haben, erfolgreich bekämpfen.
Aber man nimmt dazu nicht das pure Lavendel-Öl. Man stellt sich selbst ein Massage-Öl her. Man nimmt 3 Eßlöffel Olivenöl oder Sesam -Öl und gibt nur 7 Tropfen Lavendel-Öl dazu.
Und hier das einfachste Rezept gegen Nervosität: Öffnen Sie bei Bedarf das Fläschchen mit Lavendel-Öl und riechen Sie intensiv daran. Man spürt sofort, wie man ruhig und entspannt wird. Man kann aber auch ein paar Tropfen in ein Taschentuch geben und mehrmals am Tag daran riechen.
Oder, wenn man kein Diabetiker ist, kann man ein paar Tropfen Lavendelöl auf ein Stück Würfelzucker geben und läßt dieses dann langsam im Mund zergehen.
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