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So stärken wir unsere Immunkraft

Unser Immunsystem schützt uns rund um die Uhr vor Krankheiten, besser gesagt vor Krankheitserregern, die in den Organismus gelangen. Dafür verfügen wir über ein ganzes Netzwerk an Abwehrmöglichkeiten: Abwehrzellen ( Lymphozyten, T-Lymphozyten und B-Lypmhozyten, auch Killerzellen genannt, Makrophagen und Granulozyten, auch Freßzellen genannt ), Hormone, Nerven und Peptide.
Und sie sind alle durch Botenstoffe- durch sogenannge Zytokine - miteinander in Verbindung, um ständig kommunizieren zu können, wie man diesen Körper schützen muß.

Die Immunologie - die Wissenschaft, die sich mit dem natürlichen Abwehrkräften befaßt - hat im Laufe der Jahrzehnte den Mechanismus des Abwehrsystems entdeckt: Hinter dem Brustbein sitzt die Thymusdrüse. Sie ist die Schaltzentrale für die Immunabwehr. Vom Rückenmark werden neue Zellen hierhergeschleust und wie in einer Schule zu Abwehrzellen herangebildet. Dann werden sie über das Blut in den Organismus zur Abwehr gesendet. Daher kann man im Blut auch messen, ob jemand ein starkes oder schwaches Immunsystem hat.

Was liegt die Ursache, wenn diese Immunabwehr nicht funktioniert, wenn wir krank werden? Vorerst: Die Thymusdrüse bildet sich von der Puberttät an schon wieder zurück, ihre Leistungen für das Immunsystem werden schwächer.
Wir sind ständigen Gefahren ausgesetzt, die das Immunsytem schwächen: dauernder Stress, falsche Ernährung, körperliche Überanstrengung oder Unterforderung, durch Ärger und Kränkungen.

Wir müssen dagegen zwei wesentliche Dinge tun:

  • Alles vermeiden, was das Immunsystem schwächt.
  • Dem Immunsystem helfen, dass unsere Abwehrzellen aktiv bleiben und Kraft haben.

Dr. Hermann Geesing, der inzwischen verstorbene Vater der deutschen Immun-Forschung und Immun-Therapie, lange Jahre ärztlicher Leiter an der Schwarzwald-Privatklinik Obertal, der das Europäische Zentrum für Immun-Forschung mit aufgebaut hat, hat einen Katalog mit den wichtigsten Geboten zum Trainieren und Stärken des Immunsystems aufgebaut:

  • Ständigen Stress, Ärger und körperliche Überanstrengung meiden.
  • Ausreichend schlafen, ungestört schlafen.
  • Lachen, fröhlich sein. Am Europäischen Zentrum für Immun-Therapie hat man eine Studie durchgeführt: Menschen, die lustige Filme zu sehen bekamen, hatten hohe Werte an Abwehrzellen. Wenn sie dann tragische Filme anschauten, sank die Zahl der Abwehrzellen rasant.
  • Sport treiben, am besten im Freien. Ideal: Wandern, Joggen, Radfahren. Der Körper muß gleichmäßig belastet werden. Dadurch bekommen unsere Immunzellen Sauerstoff. Kraftsport, Hochleistungssport schwächt das Immunsystem.
    Atemübungen im Freien.
  • Körper abhärten: Wassertreten am Morgen.
  • Reizüberflutungen abbauen: zuviel Lärm, Licht. Auch faulige, ätzende Gerüche schwächen das Immunsytem.
  • Risiko-Faktoren ausschalten: Rauchen, zuviel Akohol, zuviele Kaffee und Schwarztee, zuviel und zu fett essen.
  • Innere Ruhe finden, abschalten lernen.
  • Lebendige Nahrung mit vielen Vitalstoffen zu sich nehmen.

Was kann ich nun tun, um gezielt zu dieser Jahreszeit mein Immunsystem aufzubauen? Da sind mehrere Maßnahmen wichtig:

Gesunde Ernährung: Leichte Kost, reichlich Obst und Gemüse, 5 kleine Mahlzeiten, Fett und zuviel Fleisch meiden, Konservierungsstoffe meiden, Salmonellen-Gefahr, Pilze im Essen meiden.
Die Darmflora muß gesund sein! Sie stützt entscheidend unser Immunsystem und baut es zu 70 Prozent auf. Hilfen: probiotische Joghurts mit lebenden Bakterien. Damit führt man positive, gesundheitsfördernde Bakterien zu. Das sind in erster Linie Michsäurebakterien. Auch Brotsäurebakterien können intensiv die Immunkraft im Darm aufbauen. Das hat Prof. Dr. Grossarth -Maticek in Heidelberg nachgewiesen. Brotsäure-Bakterien führt man mit dem Borttrunk zu.

Die Zufuhr von reichlich Ballaststoffen fördert die Entwicklung der positiven Bakterien und dei Stärkung der Darmflora. In der Ernährung bedeutet das Vollkorn, Leinsamen, Gemüse, Obst usw.
Man kann aber auch positive Bakterien aus der Apotheke zuführen: Lactobazillus Acidophilus, Bakterium Bifidum Longum und vielen anderen. Mit Joghurt, Kefir, Brottrunk, Sauerkraut.
Flüssigkeit zuführen, damit Giftstoffe abtransportiert werden können. 2 Liter Wasser pro Tag. Ideal in diesen Wochen: Hagebuttentee. Er liefert große Mengen an Vitamin C. 8 Hagebutten haben mehr Vitamin C als 5 Orangen.

Auf die Versorgung mit Vitaminen achten: An sich sind alle Vitamine im Verbund wichtig, besonders aber Vitamin A, Provitamin Betacarotin, E und C. C schützt die Zellflüssigkeit jeder Körperzelle, A und Betacarotin die Zellstruktur, E die Zellwand. Anregung - Immunsalat esse: Paprikaschoten, Petersilie, Tomaten, geraffelte Möhren, Weizenkeimöl.
Eine zentrale Role spielt das Vitamine C: Unsere Abwehrzellen - vor allem die Granulozyten - brauchen große Mengen an Vitamin C als Sprit, um arbeiten zu können. Daher im Herbst jeden Tag auf Nahrung mit Vitamin C achten.
Reichlich Vitamin C tanken kann man über die Nahrung mit Sauerkraut, Kiwis, Grapefruits, Orangen, Paprikaschoten in den Speiseplan einbauen. Kohlgemüse, Pellkartoffel.

Wann braucht man mehr Vitamin C? Raucher brauchen 3 Mal soviel C. Nikotin zerstört es.
In extremen Winterszeiten wird man über die Ernährung oft nicht genügend Vitamin C aufnehmen können. Da raten viele Ärzte täglich 1000 Milligramm Vitamin C als Brausetablette oder Kapsel aus der Apotheke. Allerdings auf 2 bis 3 Mal aufgeteilt: idelal 2 x 500 Milligramm. Das Vitamin C wird sehr schnell wieder abgebaut. Für einen ständigen Schutz muß es immer wieder nachgeliefert werden. Oder man wählt eine sogenannte Retard-Version, die das Vitamin langsam an den Orga ismus abgibt.
Vitamin B6 ebenfalls wichtig: 2 Bananen am Tag, Sojaprodukte, 200 Gramm Weizenkeime.

Mineralstoffe, Spurenelemente: Zink ist sehr wichtig für die Immunkraft. Unsere Immunzellen brauchen Zink. Das klärt auch, warum unsere Großmütter bei Erkältungen Hühnersuppe mit Fleischstücken empfohlen haben. Da sind große Mengen an Zink drinnen. das hat man an der Myo-Klinik herausgefunden. Zink ist auch enthalten in: Milchprodukten, Vollkornprodukten.
Selen, enthalten im Knoblauch, Meeresfisch. Ohne Selen gibt es keine Immunkraft. Das sagt Prof. Dr. Schrauzer, Uni San Diego, Kalifornien.

Naturstoffe, die unsere Immunkraft aufbauen und stark machen, weil sie antiviral und antibakteriell sowie pilzabwehrend wirken:

  • Knoblauch: man muß reichlich essen. Verbessert auch die Vitamin-Aufnahme. Enthält Zink und Selen. 4 Zehen am Tag.
  • Saft der Aloe vera: Hauptwirksstoff Acemannan stärkt Immunkraft. 1/8 Liter am Tag trinken- 3 Wochen. Freßzellen werden vermehrt.
  • 5 Tassen grüner Tee. Viel Vitamin C und die schützenden Polyphenole.
  • Echinacea- Roter Sonnenhut. Päparate nach Absprache mit dem Arzt einnehmen. Sobald man erkältet ist. nicht mehr, weil das Immunsystem zu stark gefordert wird. Nicht vorbeugend.
  • Extrakt aus dem Meerettich und der Kapuziner-Kresse. Gibt es als Präparate in der Apotheke. Hier bekämpfen die Senföle die schädlichen Bakterien und die Viren für Erkältungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und in den Harnwegen.
  • Schwarzkümmelöl. Studien von dem Immunologen Dr. Peter Schleicher in München haben ergeben, daß die Wirkstoffe im Schwarzkümmel vor allem die Immunkraft der Atemwege aufbauen.
  • Rote Bete. Der rote Farbstoff Betanin umschließt die Abwehrzellen. macht sie inaktiv und führt sie über die Harnwege ab. . 1/4 Liter am Tag.

Wie sehr kann die seelische Verfassung und Ausgeglichenheit die Immunkraft stärken und beeinflussen?
Streßbelastung schwächt die Immunkraft, wie Streit. Ärger, Kränkungen, zuviel Areit, zu wenig Erholphasen.
Sex in einer harmonischen Partnerschaft sowie ein intensiver Kuß stärken die Immunkraft, weil dadurch Endorphine - Glückshormone - gebildet werden.

Wie sehr kann man mit Sport die Immunkraft stärken?
Da gibt es eine Untersuchung von skandinavischen Wissenschaftlern: Etwas Sport, der mit Freude durchgeführt wird, stärkt das Immunsystems. Wenn man sich dabei abare auspowert, was viele im Guten Glauben tun, um ihre Gesundheit zu fördern, der schwächt das Immunsystem. Die natürlichen Abwehrkräfte dulden keine Übertreibung, keine Überforderung des Organismus.



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