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Der Teebaum - oft auch Teebaumöl-Baum genannt - wächst in sumpfigen Landschaften Australiens. Vor 40.000 Jahren haben die Ureinwohner des Kontinents bereits aus den Blättern Tee gebraut und das aus den Blättern gepreßte Öl als Arznei verwendet.
Heute liegen von namhaften australischen Universitäten zahlreiche Studien über die Wirksamkeit vor. Und jetzt kommt wieder die Jahreszeit, in der diese Naturarznei besonders gute Dienste leisten kann.
Das Teebaum-Öl, das aus den hellgrünen, schmalen und zarten Blättern des Teebaumes gewonnen wird, enthält über 100 Wirkstoffe. Die drei wertvollsten sind Cineol, Alpha Pinen und Terpinen. Sie sind hauptsächlich dafür verantwortlich, daß man mit dem Öl sowohl Viren als auch Bakterien und Pilze bekämpfen kann.
Das Teebaum-Öl kann man bei einer Reihe von Gesundheits-Problemen erfolgreich einsetzen. Allerdings muß man auch vorsichtig damit umgehen. Bei manchen Menschen kann das Teebaum-Öl allergische Reaktionen auslösen.
Das kann man aber ganz einfach testen: Geben Sie 1 Tropfen Teebaum-Öl in die Armbeuge. Wenn es innerhalb von 2 Tagen keine negative Reaktion gibt, dann kann man das Öl einsetzen. Man sollte das Teebaum-Öl auch nicht mit den Augen in Berührung bringen.
Interessant, wie der Baum, aus dessen Blättern das Teebaumöl gewonnen wird, zu seinem Namen kam. Als Captain Cook und seine Seeleute in Australien Durst hatten und sich einen erfrischenden Kräutertee brauen wollten, pflückten Sie die duftenden Blätter eines Baumes, den sie in einer sumpfigen Landschaft entdeckt hatten. Und da ihnen der Tee schmeckte, nannten sie ihn einfach Teebaum. Und das ist bis heute so geblieben.
Der Baum gehört zur Familie der Myrthen-Gewächse. Er ist verwandt mit dem Eukalyptus-Baum, dem Gewürznelken- und dem Pimentbaum. Das ätherische Öl wird aus den Blättern durch Dampfdestillation gewonnen. Bemerkenswert ist, daß die Blätter alle 12 bis 18 Monate geerntet werden können, weil sie wieder neu nachgewachsen sind. Der Baum an sich ist sehr robust und kann mehrere Jahrzehnte genützt werden.
Die Medizin ist erstmals auf das Teebaumöl aufmerksam geworden, als in den Zwanziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderst der Chemiker Arthur Penford in Sydney herausgefunden hat, daß Teebaumöl eine 3 Mal stärkere keimtötende Wirkung als Karbolsäure hat. Später haben das Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte bestätigt.
Später hat man nachgewiesen: Wenn Teebaumöl auf die Haut aufgetragen wird, durchdringt es die Hautoberfläche und kann auch darunterliegende Infektionsherde angreifen. Es wirkt aber auch wie ein Lösungsmittel und kann Eitereinlagerungen auflösen, wobei das gesunde Gewebe geschützt wird.
Heute ist das Teebaum-Öl von vielen Ärzten anerkannt und wird auch in der Schulmedizin eingesetzt. Man kann aber auch zuhause damit viele Befindlichkeisstörungen und Alltagsbeschwerden erfolgreich behandeln. In vielen Familie steht daher immer auch ein Fläschchen Teebaumöl.
Wenn Sie an Halsschmerzen leiden, geben Sie 10 Tropfen Teebaum-Öl in ein Glas mit lauwarmem Wasser und gurgeln damit jede Stunde. Ganz wichtig: morgens, ehe Sie aus dem Haus gehen, und abends, wenn Sie nach Hause kommen. Auf diese Weise können Sie Viren und Bakterien, die sich tagsüber in der Mund- und Rachenhöhle angesammelt haben, eliminieren und können verhindern, daß Sie in den Körper gelangen und eine Infektion auslösen.
Wenn Sie von einem lästigen Husten gequält werden, dann mischen Sie 1 Eßlöffel Oliven-Öl mit 3 Tropfen Teebaum-Öl. Reiben Sie die Mischung auf Brust und Rücken ein. Am besten vor dem Zubettgehen. Dann können die ätherischen Öle nachts wirken.
Man kann Teebaumöl auch bei Atemwegsbeschwerden zum Inhalieren verwenden. Man gibt 10 Tropfen Teebaumöl in 2 Liter kochendes Wasser , wartet ein paar Minuten und atmet dann den aufsteigenden Dampf 10 Minuten lang ein.
Wenn Sie an den Lippen die ersten Anzeichen für eine Fieberblase verspüren - ein Ziehen, Brennen und Jucken -, dann geben Sie 7 Tropfen Teebaum-Öl auf einen Wattebauschen und reiben damit die betroffene Stelle ein. Das sollten Sie mehrmals am Tag tun. Sie können damit in den meisten Fällen die Herpesbläschen in den Griff bekommen.
Wenn Sie an Akne und Pickel leiden, dann träufeln Sie mehrmals am Tag Teebaumöl auf ein Wattestäbchen und tragen Sie es damit auf die betroffenen Hautstellen auf. Das hat schon vielen jungen Leuten, die unter Hautunreinheiten leiden, geholfen.
Zur Vorbeugung gegen Fußpilz geben Sie während eines Fußbades 10 Tropfen Teebaum-Öl in 4 Liter Wasser. Baden Sie die Füße 10 Minuten darin.Danach die Füße extrem gut abtrocknen.
Wenn Sie Ihr Zahnfleisch festigen, einer Parodontose vorbeugen und die Zahnstein-Bildung bremsen wollen, dann gurgeln Sie nach jeder Mahlzeit mit 1/4 Liter lauwarmem Wasser, in das sie zuvor 7 Tropfen Teebaum-Öl geben.
Ärzte und Wissenschaftler betonen: All diese Wirkungen kommen nur dann richtig zur Geltung, wenn es sich um Teebaumöl bester Qualität handelt. Man sollte es daher immer in der Apotheke kaufen, sollte nicht am Preis sparen.
Wichtig ist, dass man ein Teebaumöl in Premium-Qualität verwendet. Das ist eine besonders Sorte, die durch eine zusätzliche Wasserdampf-Destillation - eine sogenannte Doppeldestillation - einen maximalen Reinheits- und Wirkungsgrad erreicht. Solche Teebaumöle tragen seit einiger Zeit ein Gütesiegel. Bei Kindern sollte man nur solche Öle anwenden. Sie gehen am besten in der Apotheke.
Da Teebaumöl sehr lichtempfindlich ist, sollte man die Flasche am besten in der Faltschachtel aufbewahren.
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