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Die schöne Jahreszeit macht nur dann Spaß, wenn man sie fit und gesund genießen kann. Das darf man aber nicht dem Zufall überlassen. Dafür kann jeder selbst Einiges tun. Und dabei können Heilpflanzen eine wertvolle Hilfe sein. Sie eignen sich wunderbar zur Selbstmedikation.
Wichtig aber ist, dass man Pflanzen oder Pflanzen-Extrakte einsetzt, zu denen es bereits wissenschaftliche Studien gibt. Ich möchte Ihnen heute 6 wichtige Heilpflanzen vorstellen, die sich fürs Gesundbleiben und Gesundwerden in letzter Zeit besten bewährt haben.
Eine der klassischen Heilpflanzen, die ihren festen Platz in der modernen Naturmedizin hat, ist zweifelsohne die Melisse, wobei als besonders wirkstoffreich die Klostermelisse gilt, die im spanischen Elbro-Detla angebaut wird. Sie beruhigt das vegetative Nervensystem und ist die beste Waffe gegen Wetterfühligkeit, unter der in dieser Jahreszeit viele Menschen leiden.
Der Medizin-Meteorologe Dr. Alois Machalek vom internatioalen Therapiezentrum für Wetterfühligkeit im österreichischen Gasteinertal, hat in einer Studie mit 15.000 Patienten nachgewiesen. Allein 2 Mal täglich 1 Tasse Kräutertee mit 3 Eßlöffel Melissengeist reduzieren die typischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Beklemmungen, Übelkeit auf ein Mindestmaß oder bringen sie ganz zum Verschwinden.
In den letzten Jahren spielt der hochdosierte Extrakt aus dem Eukalyptusblatt eine bedeutende Rolle in der Atemwegs-Therapie. Priv. Doz. Dr. Uwe Juergens an der Universität Bonn, Abteilung für Pneumologie, hat nachgewiesen, dass der von Reizstoffen befreite hochdosierte Extrakt aus dem Blatt des Eukalytus-Baumes, das Cineol, nicht nur die Atemwege frei macht, sondern auch gezielt Entzündungen in den Bronchien bekämpft und auf diese Weise sogar ähnlich wie Cortison wirkt.
Wichtig dabei ist, dass der Eukalytus-Extrakt von natürlichen Reizstoffen befreit wird. Das geschieht mit dem sogenannten Soledum-Verfahren. Die hohe Wirksamkeit hat zur Folge, dass mit der Einnahme von reinem Eukalytus-Cineol in Kapselform (Apotheke) bei Atemwegsbeschwerden Cortison reduziert oder ganz eingespart werden kann.
Im Kampf gegen die Pollen-Allergie - und speziell in dieser Jahreszeit gegen die Gräserpollen-Allergie - gewinnt in jüngster Zeit eine Naturarznei aus der asiatischen Ayurveda-Medizin auch bei uns mehr und mehr an Bedeutung. Es ist der Adhatoda-Strauch, auch als indisches Lungenkraut bekannt. Aus den Blättern wird eine homöopathische Tinktur (Apotheke) hergestellt.
Dazu meint der Arzneipflanzen-Experte Prof. Oliver Ploss aus Ibbenbüren: "Der Körper lernt damit, sich gegen die Pollen-Attacken auf natürliche Weise zur Wehr zu setzen. Offensichtlich ergänzen sich hier sinnvoll mehrere Eigenschaften des indischen Lungekrautes: die Histamin-Ausschüttung wird gebremst, die Mastzellen werden stabilisiert, das Immunsystem , das bei der Allergier verrückt spielt, wieder normalisiert." Man nimmt über einen längeren Zeitraum 3 Mal täglich 10 Tropfen der homöopathischen Tinktur.
Nach wie vor ist der Knoblauch eine sehr wichtige Naturarznei aus der Welt der Heilpflanzen. An der Freien Universität Berlin hat Prof. Dr. Günter Siegel nachgewiesen, daß das Allicin aus dem Knoblauch zu hohe Cholesterinwerte senken kann und daß er die Durchblutung fördert.
Am Forschungsinstitut für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Mainz hat Prof. Dr.Gustav Belz beobachtet: Menschen, die viele Jahre Knoblauch konsumieren, haben in späteren Jahren um etwa 10 Jahre jüngere und elastischere Gefäße. Damit kann Knoblauch die Arteriosklerose bremsen.
Die Kamille ist ein wertvolles Heilkraut zur Behandlung von Magenschleimhaut -Entzündung. Man spricht in diesem Zusammenhang in der Medizin von einer Kamillentee-Rollkur.
Aloe vera1 gehäufter Eßlöffel Kamillenblüten ( Apotheke, Reformhaus) wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen, durchseihen und lauwarm trinken. Dann sofort jeweils 5 Minuten auf den Rücken, dann auf die linke Seite, weiters auf den Bauch und schließlich auf die rechte Seite legen, sodaß die Wirkstoffe der Kamille die ganze Magenschleimhaut erreichen.
Derzeit besonders im Gespräch ist die Aloe vera. Der Saft im Gel des Aloe vera-Blattes enthält nicht nur zahllose Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme, sondern vor allem den Hauptwirkstoff Acemannan.
Er stärkt die Immunkraft von innen her und repariert von außen die Haut. Zum Stärken der Immunkraft nimmt man einige Wochen täglich 2 bis 3 Eßlöffel 99,9prozentigen Aloe vera Direktsaft mit dem Bio-Siegel aus dem Reformhaus.
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