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Unsere Füße werden in diesen Tagen besonders strapaziert: Eingeengt in dicken Schuhen, beim Schneeschippen, auf eisigen, glatten Straßen beim vorsichtigen Gehen - das macht vielen Probleme.
Wie sollten wir speziell im Winter unsere Füße verwöhnen und fitmachen, damit sie Beruf, Arbeit daheim und den Wintersport durchhalten?
Unsere Füße, die ja so oft Stiefkinder unserer Körperpflege sind, haben sich ein regelmäßiges Verwöhn-Programm verdient. Zumindest einmal die Woche. Nehmen Sie ein Fußbad mit Fichtennadelöl. Das entspannt die Muskulatur, fördert die Durchblutung, reinigt die Haut und macht die Füße geschmeidig.
Tragen Sie nur Strümpfe und Socken aus einem Gewebe, das atmungsaktiv ist, damit die Füße genug Luft bekommen. Schafwolle oder Baumwolle.
Was Ihre Füße - zumindest zeitweise - besonders lieben: Gesundheits-Schuhe mit leichen, weichen Sohlen und mit einem tiefen Fußbett. Das Leder-Material oder das Kork-Material sollte naturbelassen sein.
Viele leiden im Winter an trockenen Füßen. Die Erklärung dafür: Die Haut hat an den Füßen wenig Talgdrüsen, wird daher speziell bei kaltem Wetter schnell spröde und schuppig. Da hilft ein altes Hausmittel aus Großmutters Zeiten: Raffeln Sie 7 Möhren ganz fein,verrühren Sie sie mit etwas Olivenöl zu einem Brei und legen diesen auf die Füße auf. 10 Minuten einwirken lassen.Dann abwaschen.
Speziell abends tun die Füße weh. Nehmen Sie ein lauwarmes Fußbad, fördern Sie dann die Durchblutung mit Bürstenmassagen und reiben Sie die Füße danach mit Olivenöl oder Weizenkeimöl ein. Wenn die Fußsohlen brennen und rissig sind, setzen Sie Hirschtalg-Salbe ein.
Oder nehmen Sie ein Fußbad in lauwarmem Wasser. Gut abtrocknen. Pürieren Sie 1 Salatgurke im Mixer und füllen Sie den Brei in ein Paar Socken. Ziehen Sie die Socken über und behalten Sie sie die ganze Nacht an. Sie werden Ihre Füße wieder topfit.
Kalte Füße sind bei vielen Menschen sehr verbreitet. Sie müssen gezielt behandelt werden. Denn sie schwächen die Immunkraft. Die beste Maßnahme: Gönnen Sie Ihren Füßen jeden Abend ein lauwarmes Bad: Wasser mit 2 Liter Rosmarin-Tee. 2 Handvoll Rosmarin aus der Apothheke mit 2 Liter kochendem Wasser aufgießen,10 Minuten ziehen lassen,durchseihen. Abkühlen lassen.
Übrigens: Wer unentwegt an kalten Füßen leidet, der sollte weniger Bohnenkaffee trinken. Nicht mehr als 3 Tassen pro Tag. Das Koffein verengt die Blutgefäße, vor allem in den Füßen. Studien haben ergeben: Koffeinfreier Kaffee macht keine kalten Füße.
Warum haben viele junge Leute Fußprobleme nach Disco-Besuchen?
Junge Leute, die oft in die Disco gehen, leiden häufig an roten, geschwollenen Füßen. Das kommt nicht vom Tanzen, sondern vom künstlichen Nebel,der oft auf der Tanzfläche dahinkriecht. Das ist CO 2-Nebel, der die Temperatur um einige Grad senkt und der obendrein Eiweiß in den Körperzellen der Beine zerstört. Der beste Schutz für die Füße: Discos mit Bodennebel meiden.
Kann man Fußprobleme wie Platt-, Senk-und Spreiz-Fuß vermeiden?
Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden unter Plattfüßen, Senk- oder Spreiz-Füßen. Sie können das Risiko für solche Fußprobleme senken, wenn Sie täglich 5 bis 8 Minuten barfuß umherhüpfen und 30 Minuten aufrecht und stramm gehen.
Und so können Sie selbst testen, welches Fußleiden bei Ihnen vorhanden ist: Beim Senk- und beim Platt-Fuß haben Sie Schmerzen auf den Fußsohlen, in den Knien und an der Wirbelsäule. Beim Spreizfuß schmerzt es in den Zehenballen und in den Zehen,ganz besonders in der großen Zehe. Beim Ballenhohlfuß haben die Schmerzen am Rist, am Ballen und in den Zehenspitzen. Wenn diese Schmerzen auftauchen: Gehen Sie sofort zum Orthopäden. Sehr oft kann man das Problem mit Schuheinlagen und mit gezielten Gymnastikübungen lösen.
Wie wichtig ist Barfußlaufen für die Gesundheit?
Wir sollten es einfach öfter tun: Barfußgehen. Draußen im Garten oder in der freien Natur. Aber auch jetzt im Winter zuhause. Barfußgehen ist eine Naturarznei, die viel zu wenig genützt wird.
Barfuß-Gehen regt das Herz- Kreislauf-System an. Die Durchblutung im ganzen Körper wird gefördert.
- Das Abwehrsystem des Organismus wird gestärkt.
- Barfuß-Laufen stärkt die Venen und schützt vor Krampfadern.
- Die unmittelbare Verbindung der Fußsohlen dem Boden hilft Stress abbauen, wirkt entspannend, baut Geist und Seele auf.
- Barfuß-Gehen wirkt ausgleichend auf den Blutdruck: zu niedriger Blutdruck wird angehoben, erhöhter Blutdruck kann gesenkt werden.
- Wer erschöpft und von der Arbeit ausgelaugt ist, kann beim Barfuß-Gehen neue Energien tanken.Barfuß-Gehen stärkt auch die Konzentration.
- Barfußgehen kräftigt die Wirbelsäule.
- Wer viel barfuß geht, ist selbstbewußter und zeigt mehr Empfinden für die Natur.
- Muskeln und Gelenke der Füße werden gefestigt.
All diese Wirkung für geistige und körperliche Gesundheit kommt nur dann zum Tragen,wenn wir regelmäßig barfußlaufen.
Muß man beim Barfußlaufen etwas Besonderes beachten?
Gehen Sie langsam. Setzen Sie den nackten Fuß senkrecht auf den Boden auf, rollen Sie ihn ab und heben Sie ihn weit genug an. Das ist die richtige Technik. Es ist wichtig, dass der Fußrichtig abrollt und das Gewicht auf den Fußballen verlegt wird.
Dadurch entsteht eine gute Abfederung. Die Füße müssen beim Gehen gehoben werden. Am gesündesten ist es, bei 20 bis 25 Grad Celsius barfuß zu gehen. Die Füße müssen warm sein.
Nach dem Barfuß-Gehen wäre ein lauwarmes Fußbad ideal. Sie können aber auch nach der Kneipp-Methode in 25 Zentimeter tiefem, kaltem Naß Wassertreten.
Zeigen Sie bereits den Kindern, dass sie Spaß haben, barfuß umherzulaufen. Das ist gesund für die Füße, beugt späteren Deformationen und Geh-Beschwerden vor.
Haben Sie schon einmal nachgedacht,warum Sie sich so wohlfühlen,wenn Sie in der schönen Jahreszeit barfuß über eine Wiese gehen? An Ihren Fußsohlen enden rund 72.000 Nervenbahnen. Sie aktivieren durch den Kontakt mit der Erde und mit dem Gras Energiebahnen, die direkt mit dem Gehirn verbunden sind und die das positive Denken fördern. Ziehen Sie daher öfter die Schuhe aus und laufen Sie durchs Gras.
Wie wichtig ist regelmäßige Fußgymnastik? Und was für Übungen sollte man regelmäßig durchführen ?
Regelmäßige Fußgymnastik stärkt die Fuß-Muskulatur, beugt Haltungs-Schäden vor. Die Füße werden nicht so schnell müde. Und hier einige wichtige Übungen:
- Laufen Sie auf den Zehenspitzen umher.
- Stellen Sie sich hin und spreizen Sie die Zehen so weit es geht, auseinander.
- Stellen Sie die nackten Füße auf harten Boden und drücken Sie damit ganz fest gegen den Boden. Dann kurz locker lassen und wiederholen. Das festigt das Fußbett.
- Wenn Sie morgens noch im Bett liegen: Beine ausstrecken und die Füße kreisen lassen. Das bringt den Kreislauf schonend in Schwung.
- Ziehen Sie die Zehen wie zu einer "Zehenfaust" an und strecken Sie sie dann wieder aus. Das macht die Füße elastisch, gibt dem Fußgewölbe Kraft.
- Versuchen Sie, mit den Zehen nach Gegenständen zu greifen: nach einem Bleistift, oder nach einem Golfball.
Was alles gehört zu einem Wellness-Programm für unsere Füße?
Ein gesunder Fuß ist die wichtige Voraussetzung für die Gesundheit des ganzen Körpers, speziell der Wirbelsäule und der Gelenke. Ein gesunder Fuß ist auch wichtig für eine gesunde und gute Körperhaltung.
Machen Sie regelmäßig Fuß-Trainings-Übungen. Sie stärken die Wirbelsäule und verhindern eine Reihe von Fußkrankheiten:
- Stehen Sie gerade. Überkreuzen Sie die Beine in den Knien. In dieser Stellung heben und senken Sie die Fersen.
- Beginnen Sie jeden Morgen mit Wassertreten im kalten Wasser in der Bade- oder Duschwanne.
- Wenn Sie am Arbeitsplatz oder beim Freizeitsport die Füße strapaziert haben und unter brennenden, rissigen Fußsohlen leiden, dann helfen Fußbäder mit Kamillentee oder Einreibungen mit Hirschtalgsalbe.
- Wenn die Füße nach einem langen Tag müde und angeschwollen sind, dann gibt es dagegen ein wirksames Naturprogramm: Schuhe und Strümpfe ausziehen, die Beine 30 Minuten hochlagern. Dann ein Fußbad: lauwarmes Wasser mit einer Handvoll Kochsalz, 15 Minuten lang.
Sehr empfehlenswert sind auch Einreibungen mit asiatischem Tigerbalm, Franzbranntwein oder Melissengeist. Sehr erfrischend: Reiben Sie die Füße mit Zitronenscheiben ein. Kurios, aber sehr wirksam: Reißen Sie die äußeren Blätter eines Kopfsalates in kleine Stücke, füllen diese in zwei alte Socken und tragen diese nachts. Die Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme des Salates fördern die Durchblutung der Füße und regenerieren sie.
Eine wichtige Maßnahme: Tragen Sie keine engen Schuhe und nur Socken sowie Strümpfe aus Naturfasern, wechseln Sie die Strümpfe täglich, und bleiben Sie nicht den ganzen Tag mit Ihren Füßen in Turnschuhen oder Gummistiefel. Das fördert Schweißfüße und Fußpilz.
Bei anhaltenden Fußbeschwerden sofort zum Orthopäden. Vielleicht brauchen Sie Schuheinlagen.
Was muß man beim Schuhkauf beachten,damit man gesunde Füße behält?
- Die Schuhe müssen den Füßen genügend Platz bieten. Vor allem vorne.
- Schuhe sollte man immer am Nachmittag kaufen.Da sind die Füße etwas größer als am Vormittag.
- Immer beide Schuhe probieren. Die Füße sind fast nie gleichgroß.
Wachsen die Füße im Alter? Haben ältere Menschen größere Füße, weil sie oft größere Schuhe brauchen?
Wer über 55 ist, braucht tatsächlich oft größere Schuhe- etwa eine Nummer größer - , damit die Füße sich wohl fühlen, nicht drücken und nicht schmerzen. Viele denken: Die Füße wachsen noch. Stimmt aber nicht. Durch Übergewicht und viel Gehen ist die Fußwölbung flacher geworden. Der Fuß braucht daher nach vorn hin mehr Platz. Er ist einfach im Laufe der Jahre breit gelascht worden.
Was kann man abends gegen müde, geschwollene Füße tun?
Wenn Sie tagsüber viel unterwegs waren oder in Ihrem Beruf viel stehen mussten, dann kann es sein, dass Ihre Füße abends angeschwollen sind und schmerzen. Gönnen Sie sich ein Rosmarin-Fußbad. 30 Gramm getrocknete Rosmarinblätter (Apotheke, Reformhaus) in 1/2 Liter Wasser zum Kochen bringen ,dann 30 Minuten auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen. Durchseihen, ins Fußbad gießen, 15 Minuten die Füße darin baden.
Was kann man gegen Frostbeulen an den Füßen tun?
So mancher handelt sich im Winterurlaub oder auf einer Wanderunge durch Schnee und Eis Frostbeulen an den Füßen ein. Dagegen gibt es mehrere Rezepte.
Lassen Sie das Wasser, in dem Sie Ihre Pellkartoffel zubereitet haben, kalt werden und waschen Sie damit die Frostbeulen ab. Danach gut abtrocknen und mit Leinöl einreiben. 3 Wochen lang täglich.
Oder 2 bis 3 Kartoffel waschen, schälen und raffeln, mit etwas Olivenöl vermischen und dick auf die Frostbeulen auftragen. 30 Minuten einwirken lassen. Mehrmals täglich neue Kartoffel auflegen.
Oder bereiten Sie einen Tee aus Kalmuswurzeln oder aus Eichenrinde aus der Apotheke und gönnen Sie darin den Füßen 15 Minuten ein lauwarmes Bad. Danach 30 Sekunden in kaltes Wasser tauchen, abtrocknen, warme Wollsocken überziehen. Zusätzlich mit Ringelblumen-Salbe einreiben. Auch Schafgarben-Tee kann helfen.
Oder schälen Sie eine Zwiebel, pressen Sie sie, tränken Sie mit dem Saft Wattebauschen und legen Sie diese für 3 Stunden auf die Frostbeulen auf. Wer eine Zwiebel-Allergie hat: Hände weg von diesem Rezept.
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