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Viele kennen das aus eigenem Erleben: Wenn wir im Frühling den ersten inteniven Kontakt mit stärkeren Sonnenstrahlen haben, dann taucht sehr oft der Lippenherpes auf.
Das bedeutet: zuerst ein heftiges Ziehen und Jucken, dann kleine Bläschen, die dann zu einer unansehnlichne großen Blase werden. Tagelang - oft bis zu zwei Wochen - wird man dieses Problem nicht los und kann in dieser Zeit viele Mitmenschen anstecken.
Wie kommt es eigentlich zum Ausbruch von Lippenherpes? Bis zum Erwachsenenalter haben sich etwa 90 Prozent aller Menschen mit dem Herpes-Virus infiziert. Meistens geschieht dies schon im Kindesalter, etwa durch ein Küßchen von der mit Herpes belasteten Mutter oder einem anderen Verwandten. Die Erreger dringen durch kleinste Verletzungen der Haut oder durch Schleimhäute in den Organismus. Man kann sich aber auch als Erwachsener infizieren.
Diese Herpes-Viren wird man nie wieder los. Sie ziehen sich in Nervengewebe zurück und ruhen dort als ständige Gefahr. Man spricht in der Medizin von latenten Viren. Kaum sinkt die Immunkraft bei einem Infizierten - bedingt durch Streß, Ärger, intensive Sonnenbestrahlung oder durch eine Erkankung - werden sie wieder hochaktiv und verursachen neuerlich einen Bläschenausschlag. Genau das heißt auch das Wort Herpes, das aus dem Griechischen kommt.
Es ist daher bei einem Menschen mit starkem Immunsystem das Risiko für den Ausbruch von Lippenherpes deutlich geringer. Wer sich vitaminreich und mineralstoffreich ernährt, Sport treibt, sich viel an der frischen Luft aufhält, ausreichend schläft, der kann Herpesattacken vorbeugen.
Eine Ansteckung durch fremde Herpesviren kann man vermeiden, wenn man grundsätzlich kein fremdes, benutztes Besteck benützt und nicht aus fremden Gläsern und Tassen trinkt. Tabu sollten auch fremde Zahnbürsten und Lippenstifte sein. Und auch Küssen ist verboten.
An der Lippe sind die Fieberblasen zwar lästig, aber relativ harmlos. Eine Ausdehnung der Infektion auf die Hornhaut des Auges kann gefährlich werden. Daher darf man während eines Lippenherpes nur mit gewaschenen Händen zu den Augen greifen und sollte keine Kontaktlinsen benützen, vorübergehend auf Brillen zurückgreifen.
Und noch etwas ist wichtig: Nach einem überstandenen Lippenherpes muß man sofort die alte Zahnbürste entsorgen. Die Viren bleiben dort tagelang aktiv und können einen neuerlichen Herpes- Ausbruch verursachen.
Wie kann man nun den Lippenherpes behandeln? Was kann man tun, um eine extreme Bläschen-Entwickung zu bremsen und die Herpeszeit zu verkürzen?
Man muß sehr hellhörig sein und ein Gefühl dafür entwickeln: Sobald man ein erstes, zartes Ziehen auf den Haut an der Lippe verspürt, sollte man sofort etwas unternehmen. Am besten man setzt naturtrüben, 100prozentigen Aloe vera-Saft mit Bio-Siegel ( Reformhaus) ein. Man reibt alle 30 Minuten etwas Saft mit einem Wattestäbchen oder einem Watte-Pad auf die Haut. Niemals mit bloßen Fingern. Sehr oft kann man, wenn man es konsequent macht, auf diese Weise den Herpes-Ausbruch verhindern. Man kann den Lippenherpes auch deutlich verkürzen, wenn man verstärkt Vitamin C konsumiert.
Sobald die ersten Bläschen auftauchen, hat man mehrere Möglichkeiten: Man reibt die Haut in kurzen Abständen mit Aloe vera-Saft, mit australischem Teebaumöl oder mit Propolis-Tinktur aus dem Bienenstock ( Reformhaus) ein.
Vermeiden Sie Fehler in der Behandlung: Acetylsalicylsäure und Antibiotika wirken gegen Bakterien und Entzündungen. Sie helfen nicht gegen Lippenherpes. Auch wenn es immer wieder behauptet wird.
Der Arzt wird in den meisten Fällen eine Creme mit dem Virus-Hemmstoff Aciclovir, eine Zinksalbe, eine Salbe mit Melissenextrakt und zusätzlich Vitamin-Präparate mit Vitamin A, E und C empfehlen.
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